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Schweiz FDP-Präsident plädiert für Optimismus

Den aktuellen Problemen der Flüchtlingskrise zum Trotz blickt Philipp Müller an der Delegiertenversammlung der FDP optimistisch in die Schweizer Zukunft und die seiner Partei. Man sei keine Schwarzmaler-Partei, im Gegenteil.

Legende: Video FDP gegen Durchsetzungs-Initiative abspielen. Laufzeit 1:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.01.2016.

Der Präsident der FDP, Philipp Müller, hat vor den Delegierten in Schwyz der Zuversicht das Wort geredet. Mit einer lösungsorientierten und demokratischen Politik könne die Schweiz die bevorstehenden Herausforderungen meistern.

In den nächsten vier Jahren werde wohl nicht nur über Flüchtlinge gesprochen werden, sagte der Parteipräsident. Es werde zunehmend ökonomische Herausforderungen geben. Auch müssten die Beziehungen zur EU geregelt werden.

Es gelte aber, optimistisch in die Zukunft zu schauen, wie dies auch die Unternehmer tun würden, sagte Müller. Die FDP sei keine Partei, die schwarzmale, auch wenn es nicht einfach werde. Müller sagte dem Freisinn deswegen «eine grosse Zukunft» voraus. Die FDP werde Lösungen bringen, die nicht das Erfolgsmodell Schweiz gefährdeten.

«Wahlerfolg hat viele Väter»

Müller, der zum April von seinem Amt als Parteipräsident zurücktritt, zog eine positive Bilanz des Wahljahres 2015. Man dürfe wieder stolz sein, Mitglied der FDP zu sein. Der Erfolg habe viele Väter und Mütter, sagte er. Ein Parteipräsident könne Wahlen nicht gewinnen, er könne höchstens den Absturz verursachen.

Müller sagte, als Parteipräsident habe er gelernt, dass Politik keine One-Man-Show sei, auch wenn andere Parteien dies praktizierten.

Parolen für den 28. Februar

Die FDP hat ihre Parolen für die Eidgenössische Abstimmung vom kommenden 28. Februar gefasst. Die Durchsetzungsinitiative der SVP lehnt die FDP ab. Die Delegierten fassten die Nein-Parole mit 263 zu 8 Stimmen. Mit 266 zu 15 Stimmen sagten die Delegierten hingegen Ja zur zweiten Gotthard-Röhre. Mit 240 zu 9 Stimmen stimmten die FDP-Delegierten gegen die Heiratsstrafe-Initiative der CVP. Nein sagt die FDP auch zur Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln», die von linken Parteien und Hilfswerken lanciert worden ist.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von robert mathis (veritas)
    Wen wunderts wenn Hr.Müllers Pendel immer mehr nach links ausschlägt wurde er doch von dort in den Ständerat gehieft und das verpflichtet scheinbar.Schade,die Liste der glaubwürdigen Politiker lichtet sich ständig.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    All diese Probleme sind Jahrzehnte alt, verbessert hat sich nichts. Wer in den Achtzigern darauf aufmerksam gemacht hatte, wurde als "No-Future"-Abklatsch und Zukunftsverweigerer klassifiziert. In jüngerer Vergangenheit haben sich die Probleme akzentuiert, verbessert hat sich nichts. Wie bitte soll man da optimistisch bleiben? Den Finger in die Wunde zu legen, damit eine Infektion hervorzurufen und den Patienten sterben zu lassen - das scheint die heutige Politik zu sein.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Gute Idee, Herr Müller, ich bin auch für mehr Optimismus! Bin auch für sauberes Wasser, gesunde Nahrungsmittel, sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle, genügend Nahrung für alle, weniger Verkehr auf den Srassen, weniger Stress, kleinere Schere zwischen arm und reich, Frieden auf Erden, Klimaschutz, erneuerbare Energien, nachhaltiges Gesundheitssystem, genügend Regen und viel Sonnenschein...einfach alles weiss übermalen wie es sich für einen Gipser und Maler gehört!
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Niemand kann all diese Ansprüche erfüllen, selbst dann nicht, wenn er es möchte.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      Ich bin entsetzt über die haltlosen Aussagen von Hr.Müller heute im Fernsehen,hat er doch tatsächlich argumentiert,wenn ein 16 jähriger fremder Lausbub der hier geboren und aufgewachsen sei , in einen Kiosk eingebrochen und einen Kaugummi gestohlen hätte mit der Annahme der Initiative sofort ausgeschafft würde.... wie glaubwürdig ist denn so ein Politiker resp ein Ständerat?
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