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Georges Bridel zu den Tiger-Einsatzzwecken
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Schweiz Fliegt der Tiger F-5 vielleicht doch länger?

Das Kampfflugzeug Tiger F-5 hat im Ständerat neue Anhänger gefunden. Auch Verteidigungsminister Ueli Maurer schliesst neuerdings eine Verlängerung der Einsatzdauer des alten Kampfjets nicht mehr aus. Für den weiteren Einsatz des Flugzeugs spricht sich auch Luftwaffenexperte Georges Bridel aus.

Der Verteidigungsminister wollte den in die Jahre gekommenen Tiger F-5 aus dem Verkehr ziehen. 2016 sollten die 54 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe definitiv ausgemustert werden.

Doch weil die Stimmberechtigten den Kauf von neuen Gripen-Kampfflugzeugen abgelehnt haben, scheint ein Comeback des Tiger F-5 plötzlich wieder möglich. Bundesrat Ueli Maurer schloss im Ständerat nicht mehr aus, dass der Jet als Übergangslösung dienen könnte. «Mit dem F-5 weiter zu fliegen wäre eine Notlösung, die man diskutieren kann», so Maurer.

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Georges Bridel zu den Kosten
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Keine Verwendung als Kampfflugzeug

Zuvor hatte Maurer kritisiert, dass sich eine Modernisierung des Flugzeuges nicht lohnen würde. Die Kosten hierfür würden zwischen 900 Millionen und 1,3 Milliarden Franken liegen. «1,3 Milliarden Franken ist das Szenario mit Bewaffnung, aber das ist Unsinn», sagt Luftwaffenexperte und Ingenieur Georges Bridel. Dafür sei das Flugzeug zu veraltet.

Im Wesentlichen sieht Bridel drei mögliche Verwendungszwecke: «Erstens in der Luftüberwachung, zweitens für das Einsatztraining der Piloten und die Umschulung der jungen Piloten, und drittens in der Zieldarstellung, sowohl für die Luftwaffe, wie für die Fliegerabwehr.»

Moderates Upgrade würde 400 Milllionen kosten

Für diese Verwendungszwecke müssten jedoch moderate Massnahmen getroffen werden. «Für die Nachttauglichkeit ist sicher ein Instrumentenlandesystem sinnvoll», sagt Bridel. Dann brauche es einen Datenlink, damit der vernetzte Datenaustausch zwischen Bodenstationen und auch den F/A-18-Jets optimiert werden könne.

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Luftwaffenexperte Georges Bridel zu den Verbesserungsmassnahmen
Aus News-Clip vom 23.09.2014.
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«Das Cockpit könnte man aufräumen, respektive moderne Displays einbauen», fügt der Experte an.

Ein weiterer Punkt betreffe das Radarsystem. «Es geht auch ohne. Aber es hätte in einem vernünftigen Budget sicher Platz.» Eine vernünftige Anpassung würde unter gewissem Vorbehalt 400 Millionen Franken kosten, betont Bridel, und sei durchaus sinnvoll.

Das letzte Wort für den Tiger F-5 ist also noch nicht gesprochen. Bis 2016 muss das Parlament entscheiden, was mit dem Flugzeug geschehen soll.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von N. Grünert , Aargau
    Armee und Flugzeugbestände massiv verkleinern und das eingesparte Geld sofort in die Bildung investieren!
  • Kommentar von Peter Myer , Bangkok
    Warum eigentlich nicht. Singapore Air Force besitzt eine ähnliche Anzahl F5-E und hat diese über die Jahre immer wieder modernisiert, z.B. mit einem FIAR Grifo - F Radar. Das Flugzeug wir dort als volles Einsatzflugzeug geführt und zeigt, dass auch ein alter Tiger noch sehr gut eingesetzt werden kann. Auch das Cockpit wurde auf Glas umgestellt.
    1. Antwort von Hans Haller , Kölliken
      Sicher kann man die F5-E aufrüsten und modernisieren. Allein die Kosten sind es, die man dabei nicht ausser Acht lassen darf. Sicher würde so ein Programm auch 2 - 3 Mia verschlingen. Und ob es dann so rauskommt wie man will wäre die nächste Frage. Da wäre der Kauf des Gripen NG mit "Zukunfts-Potential" eben sinnvoller und billiger gewesen.
  • Kommentar von Hans Haller , Kölliken
    Vielleicht kann man die F5 ergänzen mit den noch flugtauglichen alten Venom's? Zur Not gibt es ja auch noch die P51 Mustang , Hunter und Mirages, im Museum. (smile)