Fussballer und ihr Risiko – ein Test gibt Auskunft

Es ist gefährlich, der Männer liebstes Hobby. Dies zumindest stellt die Suva fest und lanciert eine Kampagne, um das Verletzungsrisiko beim Fussball zu minimieren. Immerhin verletzen sich beim Fussballspiel jedes Jahr 45'000 Personen.

Verletzte in einem Stadion. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jährlich könnte ein Fussball-Stadion mit Fussballverletzten gefüllt werden, so die Botschaft der Suva. suva

In keiner anderen Sportart registrieren die Versicherungen so viele Verletzungen wie beim Fussball. Gemäss Philippe Gassmann, Kampagnenleiter bei der Suva, ist dies vor allem darauf zurück zu führen, dass viele Leute Fussball spielen und weil das Risiko einer Verletzung bei dieser Sportart besonders hoch ist.

Deshalb sollen Fussballspieler über ihr persönliches Verletzungsrisiko informiert sein und wissen, wie sie dieses reduzieren können. Die Suva hat zu diesem Zweck eine neue Präventionskampagne lanciert, in deren Zentrum ein Online-Test steht. Dabei muss der Spieler 50 Fragen zu Themen wie Fairplay, Training, Lebensstil und Ausrüstung beantworten. Die Auswertung des Fragebogens zeigt auf, wie der Spieler sein persönliches Verletzungsrisiko verkleinern kann.

Alex Frei als grosses Vorbild

Für den Kampagnestart in Luzern engagierte die Suva den ehemaligen Nationalmannschaftsspieler Alex Frei, der heute als Sportdirektor beim FC Luzern angestellt ist. Beim Training sei der heutige Seniorenfussballer noch immer vorbildlich, und auch beim Lebensstil habe der 34-Jährige gute Resultate, heisst es von der Suva.

Im «Tagesgespräch» von Radio SRF wies Frei sodann darauf hin, dass eine gute Fitness das A und O sei, einer Verletzung vorzubeugen. Vor allem bei den Senioren stellt er auch eine Selbstüberschätzung der Spieler fest. «Oftmals stimmt ganz schlicht und einfach die Fitness nicht», so Frei.

Weniger Unfälle = weniger Versicherungskosten

Jährlich verletzen sich 45'000 Personen beim Fussballspielen. Unfälle verursachen nicht nur Schmerzen, sondern zwingen oft auch zur Untätigkeit und gehen ins Geld: Die verletzten Fussballer bleiben zusammen 500'000 Arbeitstage dem Betrieb fern und kosten die Versicherungen 160 Millionen Franken.

Am meisten Unfälle registriere man in der Altersgruppe von 15 bis 30 Jahren, sagt Suva-Mann Gassmann. Die Unfallwahrscheinlichkeit hänge dabei aber nicht vom Niveau des Fussballs ab: Viel wichtiger seien das Verhalten wie Aufwärmen, Fairplay und Ausrüstung beim Fussballspielen. Die Unfallversicherung hofft, dass sie durch die Kampagne und den Online-Test die Fussballunfälle und damit die Kosten um fünf Prozent reduzieren kann.

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