Zum Inhalt springen

Header

Video
100. Todestag von August Bebel. Feier in Zürich
Aus Tagesschau Nacht vom 13.08.2013.
abspielen
Inhalt

Schweiz Gedenken in Zürich an «Arbeiterkaiser» Bebel

Zum 100. Todestag von SPD-Gründer August Bebel haben Vertreter der Deutschen und Schweizer Sozialdemokraten einen Kranz am Grab auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich niedergelegt. Die SPD war mit ihrem Vorsitzenden Sigmar Gabriel, die SP Schweiz mit ihrem Präsidenten Christian Levrat vertreten.

Levrat betonte in seiner Ansprache im Volkshaus die langjährige Freundschaft, die SP und SPD verbinden. August Bebel habe diese Freundschaft wie keine zweite Persönlichkeit repräsentiert. Er habe im 19. Jahrhundert als Vorbild für die Gründung der SP Schweiz gedient.

Eine Frau und zwei Männer stehen nebeneinander
Legende: Gedenken an Bebel: Die Zuercher Stadtpräsidentin Corine Mauch, SPD-Vorsitzender Gabriel und SP-Präsident Levrat (von links). Keystone

Der 1840 in der Nähe von Köln geborene Bebel war zunächst im liberalen Vereinswesen von Handwerkern verwurzelt, ehe er sich dem Marxismus zuwandte. 1875 war er zusammen mit Karl Liebknecht an der Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschland (SAPD) beteiligt. Nach dem Erlass der Sozialistengesetze 1878 entwickelte sich der gelernte Drechsler zur zentralen Person der deutschen Sozialdemokratie.

Nach der Umbenennung der SAPD in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) wurde er einer der beiden Parteivorsitzenden.

Villenbesitzer am Zürichsee

Mit seinen Bemühungen, verschiedene Strömungen der Arbeiterbewegung in einer Partei zu vereinen und insbesondere mit seinem emanzipatorischen Buch «Die Frau und der Sozialismus» habe Bebel auch in der Schweiz grosses Ansehen genossen, sagte Levrat. Das Buch wurde zu einem Bestseller und in 52 Auflagen gedruckt.

Bebel, im Volksmund als «Kaiser der Arbeiter» bekannt, nutzte das Honorar unter anderem dazu, sich 1897 eine Villa in Küsnacht am Zürichsee zu erwerben. Als Bebels Villenbesitz allerdings allzu hohe politische Wellen schlug, stiess er die Villa wieder ab.

Am 13. August 1913 starb der herzkranke Bebel, der seine letzten Jahre mehrheitlich in der Schweiz verbrachte, während eines Kuraufenthalts in Passugg GR. Am Trauerumzug vier Tage später in Zürich nahmen mehrere zehntausend Personen teil.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Meier , Zürich
    Man sieht es, dass die Sozis schon damals in die eigenen Taschen gewirtschaftet haben. Ein Sozi als Villenbesitzer. Was bitte ist heute anderst? Ich meine NICHTS.
    1. Antwort von Lucas Kunz , Sallneck
      Für eine differnziertere Betrachtungsweise empfehle ich Ihnen den aktuellen Artikel zu Bebel in der Preussischen Allgemeinen zu lesen - er war eben im letzten Lebensabschnitt kein "Sozi" !
    2. Antwort von Peter Meier , Zürich
      Danke für Ihre Antwort. Da kommt mir doch gleich der Gedanke, dass der Sozi doch nicht so gut ist, wenn sogar der Super-Sozi dem Sozi den Rücken kehrt. Es gibt oder gab sie also doch die belehrbaren Sozi.