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Elektronische Patientendossiers: In Genf bereits erprobt
Aus HeuteMorgen vom 12.04.2017.
abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
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Bilanz im Pionierkanton Genf: Gute Erfahrungen mit elektronischem Patientendossier

Das elektronische Patientendossier kommt – in der ganzen Schweiz. In Genf hat es sich bereits bewährt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kanton Genf haben bis jetzt knapp 25'000 Personen ein elektronisches Patientendossier.
  • In einer Umfrage erklärten 90 Prozent der befragten Patienten, sie seien zufrieden mit dem elektronischen Dossier.
  • Besonders geschätzt werden der unkomplizierte Informationsaustausch sowie der Datenzugriff aus dem Ausland in den Ferien.

Am nächsten Samstag tritt das Gesetz zum elektronischen Patientendossier in der ganzen Schweiz in Kraft. Im Kanton Genf wurde bereits 2009 ein entsprechendes Pilotprojekt durchgeführt, und seit 2013 gibt es dort das elektronische Patientendossier.

Ärzte und Pflegefachpersonen können Patienten mit komplexen chronischen Krankheiten koordinierter betreuen.
Autor: Aurélie RosembergGesundheitsdepartement Genf

Damit sei die Koordination zwischen den Patienten und den Ärzten besser geworden, sagt Aurélie Rosemberg, die im Genfer Gesundheitsdepartement für das elektronische Patientendossier zuständig ist. «Und weil durch den Informationsaustausch Doppelspurigkeiten vermieden werden können, ist auch die Betreuung effizienter.»

Mehr Informationen verfügbar

Knapp 25'000 Patientinnen und Patienten haben im Kanton Genf bis jetzt ein elektronisches Dossier. Ein Ziel dabei sei auch, unnötige Wiedereintritte in die Spitäler zu vermeiden, sagt Rosemberg. Wenn zum Beispiel ein Patient aus dem Spital ausgetreten ist und dann zu Hause Beschwerden hat, kann der gerufene Arzt aufgrund der verfügbaren Daten aus dem elektronischen Dossier besser abwägen, ob eine ambulante Behandlung möglich ist – oder der Patient wieder ins Spital muss.

«Zudem können dank dem elektronischen Dossier Patienten mit komplexen chronischen Krankheiten von Ärzten und Pflegefachpersonen koordinierter ambulant betreut werden», sagt Rosemberg.

Zufriedene Patienten

Auch die Patienten selbst schätzen die Vorteile des elektronischen Dossiers. In einer Umfrage des Kantons gaben 90 Prozent an, damit «zufrieden» oder «sehr zufrieden» zu sein. Neben dem schnellen und unkomplizierten Informationsaustausch wird insbesondere der mögliche Datenzugriff aus dem Ausland in den Ferien geschätzt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Steffen  (ms_1)
    Dass diese hochsensiblen Daten missbraucht und vergoldet werden, ist in unserem skrupellosen Profitmaximierungs-/Wachstumszwangsystem logisch/vorprogrammiert. Der durch seine elektronisch gespeicherten und vernetzten Gesundheitsdaten gläsern gewordene Patient wird selbst zur Ware, zum Spielball der Mächtigen. Schön: "Besonders geschätzt werden der unkomplizierte Informationsaustausch sowie der Datenzugriff aus dem Ausland..." - alles klar? Ohne mich!
  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Das ist ein weiterer Schritt in den Überwachungsstaat. Insbesondere Gesundheitsdaten sind sehr persönliche Daten. Künftig könnten v.a. Versicherungen sehr interessiert sein an solchen Informationen. Das erinnert mich an George Orwells "1984". Wir sind heute auf dem Weg dahin.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Bevor nun wieder ein neues System im "Volks-Ausbeuterischen" Schweizer Gesundheits-Un-Wesen eingeführt wird (sinnvollerweise gesamtschweizerisch), müsste endlich eine General-"Ausmistung" im bestehenden System unternommen werden, damit endlich gesamtschweizerisch Transpenz und Effizienz zu einem Neuaufbau und zum wirklichen Wohl des CH Volkes eingeführt werden kann!! Für ein offenes, ehrliches, faires, bezahlbares, gesamtschweizerisches "Gesundheits-System"!!