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Schweiz Glanz des IS verblasst – Rückreisewelle bleibt aus

Die besten Tage der Terrormiliz sind gezählt. Sie hat an Macht, Prestige und Einfluss verloren. Dennoch zieht es von den Personen, die aus der Schweiz in den «heiligen Krieg» gezogen sind, bisher keinen zurück. Doch der Nachrichtendienst des Bundes hält die Augen offen.

Soldaten der irakischen Armee entfernen eine IS-Flagge.
Legende: Irakische Soldaten feiern Gebietsgewinne gegen die Terrormiliz IS. Keystone

Obwohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an Boden und Ansehen verliert, gibt es noch keine Rückreisewelle von Dschihadisten in die Schweiz. Sollten die Verdächtigen aber eintreffen, beschäftigen sie den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) stark, versichert dessen Chef.

21 Dschihad-Reisende tot

Nach wie vor gehe der Geheimdienst von 77 Personen aus, die aus dschihadistischen Motiven in Konfliktgebiete im Nahen Osten gereist seien, sagte NDB-Chef Markus Seiler in einem Interview mit den Zeitungen «Der Landbote» und «Berner Zeitung». 21 Dschihad-Reisende seien tot, 14 bestätigt und sieben unbestätigt.

Markus Seiler
Legende: NDB-Chef Markus Seiler. Keystone

Seit einem halben Jahr stelle der Dienst fest, dass sich kaum noch Leute aus der Schweiz dem IS anschliessen wollten: «Der IS hat an Glanz verloren.» Zudem sei es dank verstärkter Kontrollen schwieriger geworden, in die Krisengebiete zu reisen.

Flüchtlinge auf dem Schirm

Die Problematik von Dschihadisten unter Flüchtlingen unterschätzt der Geheimdienstchef nicht. Das sei zwar nicht die Hauptreiseart, wie sich Terroristen einschleichen, es gebe aber immer wieder Einzelfälle. Das Staatssekretariat für Migration liefere inzwischen Tausende von Namen, die der NDB überprüfe.

Der Nachrichtendienst empfehle aber jährlich nur eine Handvoll Asylgesuche zur Ablehnung. Das könnten aber auch Kriegsverbrecher oder Mitglieder krimineller Organisationen sein. Insgesamt seien etwa 400 Personen auf dem Radar des Dienstes.

Legende: Video Syrien-Gespräche in Lausanne abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.10.2016.

Eine flächendeckende Überwachung sei nicht möglich, sagte Seiler weiter. Nur schon die Überwachung der Dschihadisten, die nach ihrer Strafe wieder freikommen und noch stärker radikalisiert sein dürften, würde die Kapazitäten des Dienstes sprengen. Nur ganz wenige Verdächtige könnten «eng begleitet» werden.

Keine Massenüberwachung

Zum angenommenen neuen Nachrichtendienstgesetz sagte Seiler, nun würden die technischen Ausrüstungen zum Telefonabhören, Computeranzapfen und für die Datenstromüberwachung im Kabel angeschafft. Dabei seien das Eindringen in fremde Computer mittels Trojanern und die Kabelüberwachung Neuland.

Eine Massenüberwachung der Datenströme wie durch den US-Geheimdienst NSA werde es in der Schweiz nicht geben, versicherte Seiler. Zuerst brauche es einen Anfangsverdacht.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    IS Kämpfer ist das eine, das andere was in den Moscheen gepredigt wird. Der deutsch-pakistanische Terrorismusexperte und Muslim Shams Ul-Haq hat Undercover die Nur Moschee während den Freitag Gebeten besucht. Seine Erfahrungen kann man in der Baz nachlesen unter: «Die Gesetze der Schweiz interessieren mich nicht» Ebenso ist es sehr aufsschlussreich worüber der gut integrierte Moslem und Student im Interview erzählt: "krosta.tv Gespräch: mit Hassan Geuad von 12thMemoRise"
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Es wäre als ein Wunder zu bezeichnen, wenn dieser offene Muslim die Veröffentlichung dieses Gesprächs überleben würde.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Genauso verwunderlich wäre es, wenn diese Reportage breit auf den öffentlich-rechtlichen Medien diskutiert würde. Notwendig wäre es dringend, und die einzigen wirksamen Massnahmen wären hart...!
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "Nur schon die Überwachung der Dschihadisten, die nach ihrer Strafe wieder freikommen und noch stärker radikalisiert sein dürften, würde die Kapazitäten des Dienstes sprengen" Sind dies alles CHer, dass man sie nicht rückschaffen könnte? Oder erhalten sie gar noch Schutzaufnahmestatus, weil sie dort, wo sie kämpften+mordeten nicht in Sicherheit sind? Auch Rückkehrer, sind das alles CHer. Diesen schädlichen, korangetreuen+teuren Doppelbürgern sollte mE die CH Staatsbürgerschaft aberkannt werden.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Seit wann sind Terroristen weniger gefährlich, wenn sie keine CH Staatsbürgerschaft haben? Es ist völlig egal, was für ein Pass ein Terrorist besitzt, wenn er sich neben ihnen in die Luft sprengt sind Sie tot.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Man sieht, dass die Russen am Aufräumen sind. Und die Kurden natürlich auch. je schneller dem IS der Schnauf ausgeht, desto besser.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Wenn Sie die Karte ansehen die heute von SRF gepostet wurde, dann sehen Sie dass Sie daneben liegen mit Ihrer Annahme. Die Russen sind mitnichten am aufräumen, das überlassen sie vorerst den Kurden und den Irakern, diese beiden Gruppen werden primär von den USA unterstützt.
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