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Gletscher schrumpfen Massiver Eisverlust wegen Hitzesommer

2,5 Prozent ihrer Masse haben die Gletscher im vergangenen Jahr verloren. Und es hätte noch schlimmer kommen können.

Legende: Video Gletscherschmelze im Hitzesommer abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.10.2018.
  • 1400 Millionen Kubikmeter Eis: So viel haben die Schweizer Gletscher im hydrologischen Jahr 2017/18 verloren. Dieses dauert vom 1. Oktober bis zum 30. September.
  • Der Rückgang hätte gar noch höher ausfallen können - die grossen Schneemengen im Winter verhinderten Schlimmeres.
  • Auf zehn Jahre gerechnet haben die Gletscher ein Fünftel ihrer Masse verloren.

Mit dem entsprechenden Wasser liesse sich die gesamte Fläche der Schweiz 25 Zentimeter hoch bedecken. Besonders den kleinen Gletschern machten die immer häufiger auftretenden extrem heissen und trockenen Sommer zu schaffen: «Viele zerfallen richtiggehend», heisst es bei der Akademie der Naturwissenschaften.

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Legende:Beispiel Pizolgletscher: Der Schwund zwischen 2006 und 2018 ist nicht zu übersehen.Schweizerisches Gletschermessnetz (Glamos)

Nicht nur heiss – auch sehr trocken

Laut MeteoSchweiz waren die vergangenen Monate Juni bis August nach 2003 und 2015 die drittwärmsten seit Messbeginn. Das Sommerhalbjahr von April bis September war gar das wärmste überhaupt. Den Gletschern hat darüber hinaus zugesetzt, dass das Sommerhalbjahr auch extrem trocken war.

Jahrestemperatur der Schweiz von 1864 bis 2017

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Der Schwund ist nicht mehr zu stoppen. Anstatt diese Tatsache tagtäglich zu bejammern, wäre es sinnvoller, das Geld z.B. in Schutzmassnahmen von Bergdörfern o.ä. zu investieren. Ausserdem nervt die einzig gültige Annahme des Mainstreams langsam: kalt = gut, warm = schlecht. Was soll das? Wollt ihr lieber in der Eiszeit leben, oder wie?
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wir werden noch unser blaues Wunder erleben und alles jammern hilft nichts, solange der Mensch immer mehr die Natur zerstört. Es nimmt mich wunder, wie es bei solchen Bedingungen möglich sein wird Schneekanonen mit so hohem Wasserverbrauch einzusetzen, wenn alle Kantone über Wassermangel sprechen und zum Sparen aufrufen.
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    1. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Wir haben keinen Wassermangel in der Schweiz und laufen auch nicht in Gefahr, dass es dazu kommen könnte. Einzig die Restwassermenge bei den Staumauern führt zu Problemen im Ökosystem.
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    2. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Daniel Bucher, fälscher könnten Sie mit ihrem Kommentar nicht liegen!! Wegen der Klimaerwärmung wird in naher Zukunft schon der Wassermangel unser grösstes Problem sein!! Wir sprechen hier von einem Zeitramen von 50-100 Jahre!
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    3. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Herr Steiner, wärmeres Klima heisst, dass mehr Wasser in die Atmosphäre gepumpt wird und demzufolge die Niederschläge tendenziell in der Summe zunehmen. Was wir in der Schweiz mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht haben werden, ist Wassermangel. Wir müssten das Wasser schlimmstenfalls besser bewirtschaften (mehr Stauseeen, endlich den Bodensee regulieren, etc.)
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Was ist daran ungewöhnlich? Die Temperaturen steigen tendenziell seit Jahrtausenden und folgedessen schmelzen die Gletscher; manchmal etwas schneller und manchmal etwas langsamer als heute. So lag doch einmal fast das ganze Mittelland unter einer mehrere hundert Meter dicken Eisschicht. Wer hat denn da etwas falsch gemacht bzw. wer hat damals zu viel CO2 produziert? Es ist eine Illusion zu glauben, wir könnten diesen Trend brechen, wenn wir das CO2 reduzieren. Wir sollten lernen damit umzugehen
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Urs Dupont: Nur weil Sie -warum auch immer - State of the Art-Forschungsresultate ignorieren, wird's auch nicht besser. Es geht nicht um die natürlichen Schwankungen über zehntausende von Jahren, sondern um den von Menschen verursachten Teil, den jeder in seiner eigenen kurzen Lebensspanne beobachten kann, auch ohne ein Klimaforscher zu sein. Ötzi ging auch nicht mit einem blossen Lendenschurz über die Alpen, sondern in voller Hochgebirgomontur.
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    2. Antwort von Bendicht Mühlethaler (Rhenus)
      @udupont: Diesmal geht es um das Tempo der Erwärmung: Das ging in der Erdgeschichte noch nie so schnell. Die Wissenschafter, die davor warnen, halte ich für seriös, nicht interessen-gebunden, nüchtern und sachlich. Den Trend brechen können wir nicht. Aber wir haben einen Einfluss darauf, wie heftig die Folgen sind. Die Schweiz ist global sehr klein; im Vergleich zu vielen anderen grösseren Staaten haben wir aber eine Vorreiter-Rolle. Wir werden gehört und wahrgenommen: unsere Verantwortung.
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    3. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      @U. Dupont Das sehe ich genau so. Es wäre sinnvoller, das Geld lokal für die Bewältigung des Temperaturanstiegs zu verwenden als Milliarden nutzlos zu vernichten indem man vergeblich versucht das weltweite Klima zu verändern.
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    4. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      @T.Leu: "State of the Art Forschung"? Ausgerechnet hier, wo nirgends nachvollziehbar berechnet wird, wie weit das CO2 schuld sein soll für die Klimaerwärmung und man dies einfach als Dogma hinstellt! Zudem wird schlicht ignoriert, dass zwischen 1940 und 1980 die Temperaturen stabil blieben bzw. zeitweise sogar rückläufig waren,obwohl das CO2 gerade in dieser Zeit extrem zunahm. Wenn etwas mitschuldigen ist, dann die Bevölkerungsexplosion mit extremer Verbetonierung (= Wärmespeicher und Gigaofen)
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