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Schweiz Glücklich und zufrieden: Die Schweizer sehen ihr Leben positiv

Die allgemeine Lebenszufriedenheit in der Schweiz ist hoch. Keine Überraschung: Mehr Geld bedeutet weniger Sorgen. Negativ wird die eigene politische Teilhabe bewertet. Zu diesem Schluss kommt der Sozialbericht 2016.

Legende: Video Zufriedene Schweiz(er) abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.10.2016.

Die Schweizer Bevölkerung ist zufrieden mit ihrem Leben, positive Gefühle überwiegen, und die grosse Mehrheit empfindet ihr Leben als sinnvoll und selbstbestimmt. Das sind die Resultate aus dem Sozialbericht 2016, Link öffnet in einem neuen Fenster, den das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (Fors) vor den Medien in Bern präsentiert hat.

Allerdings sei bei den Umfrageergebnissen Vorsicht geboten, sagte Dominique Joye, Professor für Soziologie an der Universität Lausanne und einer der Herausgeber des Berichts. «Es gibt einen sozialen Druck zu sagen, man sei glücklich.» Dennoch böten die Ergebnisse interessante Erkenntnisse.

Der Bericht hat die subjektive Befindlichkeit der Schweizer Bevölkerung untersucht. Dabei geht es um die Zufriedenheit innerhalb verschiedener Lebensbereiche wie Beruf, Familie und Freizeit sowie den Freuden und Sorgen. Dazu wurden verschiedene nationale und internationale Datenbanken ausgewertet.

An Armut kann man sich nicht gewöhnen

Der Bericht zeigt, dass das Wohlbefinden ernsthaft beeinträchtigt wird, wenn Menschen Ausgrenzung erfahren. Dies sei der Fall, wenn sie aus dem Bildungssystem oder dem Arbeitsmarkt herausfielen oder weil die finanzielle Situation in die Armut führe, sagte Franziska Ehrler, die den Sozialbericht redaktionell betreute.

So sind Arbeitslose, invaliditätsbedingt Pensionierte und Arme deutlich weniger zufrieden mit ihrem Leben. Das bleibt über die Jahre gleich: An Armut und Ausgrenzung gewöhne man sich nicht, heisst es im Bericht.

Generell sehr zufrieden ist die Schweizer Bevölkerung mit dem Bildungssystem, der Arbeit und den Arbeitsbedingungen. Zwar machen sich Menschen mit einem hohen Einkommen erwartungsgemäss weniger Sorgen. Aber ihre allgemeine Lebenszufriedenheit ist nicht höher als jene von Menschen mit einem etwas geringeren Einkommen.

Höchster Stressfaktor bei Menschen mittleren Alters

Im Laufe des Lebens ändere sich die Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbereichen: So nehme die Zufriedenheit mit der Gesundheit mit dem Alter ab und jene mit der finanziellen Situation nehme zu.

Zufrieden mit ihrer freien Zeit seien alte und junge Menschen., Link öffnet in einem neuen Fenster Weniger zufrieden seien Menschen mittleren Alters, da oft neben Beruf und Familie nicht viel freie Zeit bleibe.

Polizei geniesst grösstes Vertrauen

Politische Beteiligung mache nicht glücklich im eigentlichen Sinn, heisst es weiter. Aber sie scheine doch das Gefühl zu stärken, zusammen mit anderen etwas aktiv und bewusst bewegen zu können und dadurch das Wohlbefinden zu erhöhen. Allerdings beurteilten Schweizer ihren eigenen politischen Einfluss als eher gering.

Vertrauen hat die Bevölkerung in ihren politischen Institutionen. Dem Parlament werde dabei stärker vertraut als den Parteien und den einzelnen Politikerinnen und Politikern, heisst es dazu im Bericht. Das höchste Vertrauen aller staatlichen Institutionen geniesst die Polizei.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Mattias Derungs (Mattias Cristian Derungs)
    Statistiken sind das eine, die nackte Realität meist eine andere. Vielfach dienen Statistiken dafür, gewisse Massnahmen zu rechtfertigen. Beispiel gefällig: Die allg.Lebenserwartung hat gemäss Statistik in den letzten Jahrzehnten angeblich stark zugenommen, bei Männern wie bei Frauen, angeblich? Darum dürfen die Pensionskassen den Umwandlungssatz ständig nach unten korrigieren. Die Realität des letzten Jahrzehnt zeigt aber eher in eine andere Richtung! (Bsp.Zunahme neuer Zivilsationskrankheiten)
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    1. Antwort von Mattias Derungs (Mattias Cristian Derungs)
      Ein anderes Beispiel sind die Statistiken des Bundessekretariats für Wirtschaft und Arbeit SECO wie die oft veröffentlichten Zahlen der Arbeitslosen- oder der Erwerbslosenquote. Alles nur reine Augenwischerei, geschönte bzw. manipulierte Zahlen, die ein völlig falsches Bild vermitteln! Genauso die jeweiligen Umfragen vor grösseren Abstimmungen, in welchen man mit manipulierten Zahlen versucht des Stimmvolk irre zu führen und oftmals Angstmacherei betreibt! Doch leider merken es die Wenigsten.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Interessant wäre, wie viele Glückselige mit dieser Statistik zu sicherlich hohen Tarifen ihre Glückseligkeit erarbeitet haben. Gäbe es die Statistiker nicht, wären vermutlich einige Steuerzahler ein Stück glücklicher. Sie müssten sich nämlich einige geschönte "Wahrheiten" weniger anhören.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Stumpfsinnige, teure, Ämter, welche sich um fragwürdige "Listen, Statistiken" erstellen! Wem sollte dies wohl welchen - sehr teuren - Nutzen bringen?
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen (drpesche)
      Die Politiker müssen immer wieder Entscheide fällen, bei denen es wohl noch teurer würde, jedes Mal den Willen des Volkes zu erfragen. Da können Umfragen, die zeigen, wo der Schuh drückt, recht hilfreich sein. Denn das Gefühl, man wisse, wie das Volk denkt, kann doch manchmal recht täuschen...
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