Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Schweiz Google zeigt Schweizer «Street Views» frisch fotografiert

Umfassender und besser präsentiert sich ab sofort «Google Street View», der Kartendienst des Suchmaschinenanbieters. Praktisch das gesamte Schweizer Strassennetz ist in den vergangenen zwei Jahren neu fotografiert worden. Grund dafür war aber auch der juristische Druck des Schweizer Datenschützers.

Das aufwändige Update der Panorama-Aufnahmen in den Karten von Google ist nicht einfach nur eine Produktverbesserung, sondern geht auch auf ein Bundesgerichtsurteil zurück. Vor drei Jahren hatte der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür von Google strengere Datenschutzmassnahmen verlangt und Recht bekommen.

Thür ist denn auch grundsätzlich zufrieden mit den neuen Street-View-Aufnahmen. «Es ist möglich, dass in Einzelfällen sich Institutionen beklagen, weil sie nicht als sensible Einrichtungen erkannt worden sind. Aber für diese Fälle haben wir eine Lösung in dem Sinne, dass Google sich verpflichtet, unverzüglich entsprechende Nachbesserungen vorzunehmen.»

Strenge Auflagen des Bundesgerichts

Doch die erneuten Kamerafahrten über Strassen und Wege waren für Google eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Kamera durfte gemäss Bundesgerichtsurteil auf einer maximalen Höhe von zwei Metern Aufnahmen machen.

Es konnte aber nicht alle fotografierten Personen automatisch unkenntlich gemacht werden. Darum wird die nähere Umgebung von heiklen Einrichtungen gar nicht mehr gezeigt. So ist beispielsweise das Gefängnis Thorberg im Kanton Bern zwar auf Satelliten-Aufnahmen zu sehen. Wer die Strafanstalt auf Street View sucht, findet aber nicht den Thorberg, sondern Häuser und Wiesen weiter weg.

Google-Street-View-Ausschnitt von der Monte-Rosa-Hütte mit dem Matterhorn (L). Im Vordergrund der Schattenwurf des Kameramanns mit der Rucksackkamera.
Legende: Google wagte sich für «Street View» bis zur Monte-Rosa-Hütte hinauf. Im Vordergrund der Schattenwurf des Kameramanns. Screenshot , Link öffnet in einem neuen Fenster

Digitale Schweiz-Wanderungen

Trotzdem freut sich nicht zuletzt der Tourismus in der Schweiz über die neuen Aufnahmen. Unzählige touristische Sehenswürdigkeiten können im Internet betrachtet werden. So sind neben der Monte-Rosa-Hütte bei Zermatt auch die Wanderwege rund um den San Salvatore im Tessin, oder die Altstadt von Genf oder das Basler Münster digital zu besichtigen.

Neben 360-Grad-Bildern von Landschaften und Strassen bis in einzelne Wohnquartiere sind neu auch Wanderrouten sowie Touristenziele fotografisch festgehalten. «Street View sehen wir als Geschenk für den Schweizer Tourismus», wird auch Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, in der Medienmitteilung von Google zitiert. Es sei eine fantastische Möglichkeit, die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten der Schweiz zu zeigen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Mathys , Etziken
    Dieses Google geschnüffel ärgert mich sehr. Was zum Teufel haben diese Amis hier zu suchen und alles auszukundschaften. Praktisch keine Ecke der CH ist mehr ein weisser Fleck. Muss denn jeder Winkel gefilmt werden? Für mich ist die Karte immer noch die bessere Variante, als dieser Elektromist.
    1. Antwort von M. Steiner , Winterthur
      Dann löschen Sie am besten dieses Login und lesen nur noch Zeitung. am besten nur schwarzweiss bebildert mit Bildmaterial, welches ausschliesslich die SDA zur VErfügung stellt. Viel Spass im Paralleluniversum.
  • Kommentar von M. Steiner , Winterthur
    Lücken, wohin das Auge blickt. Überall enden Strassen im Nichts, weil sich „sensible Gebäude“ im Umkreis befinden sollen. Das ist Paranoia vom ärgsten. Unsere Psychiatrie therapiert offensichtlich die falschen…
  • Kommentar von u.felber , luzern
    Auch wenn für viele Google ein viel zu grosser Internet Gigant ist, dem man wenig vertraut: Ich kann mich stundenlang auf Google Maps verweilen und ``Gucken`` ;)
    1. Antwort von p.keller , kirchberg
      Einbrecher auch.
    2. Antwort von Andrea Müller , Zürich
      Zirkusclowns auch. Was ist dein Punkt?
    3. Antwort von Peter Singer , St. Gallen
      Keller, Einbrecher können das auch direkt in der Realität machen. Goole streetview bring keinen Vorteil für Eibrecher.
    4. Antwort von A. Schneider , TG
      Geht mir genau so. Ich als Street View-Fan sage: Danke Google! (und das zur Abwechslung mal ganz ohne Ironie)