Basistunnel-Eröffnung: Riesiger Aufwand für die Sicherheit

In einem Monat wird der Gotthard-Basistunnel eingeweiht. Über 1000 Gäste werden erwartet, darunter der Gesamtbundesrat, ausländische Verkehrsminister und Regierungsspitzen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind immens, insbesondere nach den Anschlägen in Brüssel und Paris. Involviert sind zwei Kantone.

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Bildlegende: Alleine für die Sicherung des 57 Kilometer langen Tunnels ist der Aufwand schon riesig. Keystone

In seinem richtigen Leben ist Lorenzo Hutter stellvertretender Kommandant der Kantonspolizei Tessin. Wenn in einem Monat aber der Gotthard Basistunnel eröffnet wird, dann ist das anders, denn dann leitet er den Gesamteinsatz.

«An diesen Tagen sind die Kantonspolizeien Uri und Tessin voll im Einsatz», sagt Hutter. Unterstützung erhalten sie von einem speziellen Zentralschweizer Polizeikonkordat, von Spezialisten aus anderen Kantonen und von der Transportpolizei. Auch die Armee spiele eine Rolle im Bereich Sicherheit, so Hutter.

An der Eröffnung des Basistunnels wird so viel politische Prominenz teilnehmen, wie kaum je zuvor. Zwei Kantone sind betroffen, die Veranstalter sind mehrere: das Bundesamt für Verkehr, AlpTransit und die SBB. Nach den jüngsten Terroranschlägen sind die Sicherheitsansprüche noch einmal gestiegen.

Uri und Tessin geben Kommando ab

Im Unterschied zum Weltwirtschaftsforum WEF in Davos, befiehlt am Gotthard nicht eine Kantonspolizei. Stattdessen ist ein Sonderstab für zwei Kantone – Uri und Tessin – zuständig. «Es ist das erste Mal, dass zwei Regierungen eine Vereinbarung unterschreiben und das Kommando an nur einen Stab abgeben, der über zwei verschiedene Kantone hoheitlich handeln kann», sagt Hutter dazu.

Wie viele Beamte bei der Gotthard-Eröffnung im Einsatz stehen werden, will der Gesamteinsatzleiter nicht verraten. Doch der Aufwand, um nur schon die beiden 57 Kilometer langen Tunnelröhren mit ihren vielen Querschlägen und Kavernen zu sichern, ist riesig.