Neuer Gotthard-Tunnel prägt auch SBB-Fahrplan 2017

Kurz vor der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels am kommenden Mittwoch hat die SBB Details zum Fahrplan 2017 veröffentlicht. Dieser steht ganz im Zeichen des Gotthards, bringt aber auch weitere Änderungen.

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Bildlegende: Der neue SBB-Fahrplan bringt nicht nur Änderungen am Gotthard. Keystone

Nun steht der SBB-Fahrplan 2017. Die grössten Neuerungen bringt der Gotthard-Basistunnel, der die Reisezeit auf der Nord-Süd-Achse um rund 30 Minuten verkürzt. Voll zum Tragen kommt der neue Tunnel allerdings erst, wenn auch der Ceneri-Basistunnel ab Ende 2020 eröffnet ist. Die Zeitersparnis zwischen der Deutschschweiz und Italien beträgt dann 60 Minuten, bis ins Südtessin 45 Minuten.

Ab Ende 2020 fahren die Züge zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin halbstündlich statt stündlich und zwischen Zürich und Mailand stündlich statt zweistündlich.

Bergstrecke bleibt für Touristen erhalten

Neben der neuen Strecke durch den Gotthard plant die SBB im neuen Fahrplan stündliche Züge über die bisherige Bergstrecke. Geplant ist ein stündliches Angebot mit Regioexpress-Zügen mit Anschlüssen an den Fernverkehr in Erstfeld, Bellinzona und Lugano. Die Interregio-Züge ab Basel und Zürich sollen künftig bis Erstfeld fahren.

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Opfer des Gotthards

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Weitere wichtige Änderungen im neuen SBB-Fahrplan ab dem 11. Dezember sind:

  • Die Interregio-Züge auf der Strecke Lausanne–Sion–Brig halten häufiger in Bex und Leuk.
  • Auf der Linie Biel–Delémont–Basel SBB wird der Zug mit Abfahrt in Basel SBB um 6:03 Uhr neu mit zwei Intercity-Neigezügen geführt. Dadurch stehen den Reisenden doppelt so viele Sitzplätze zur Verfügung.
  • Der Interregio mit Abfahrt um 4:21 Uhr in Bern hält neu auch in Zürich HB statt nur in Zürich Flughafen. Dadurch erhalten Bern, Olten und Aarau eine neue Frühverbindung nach Zürich.
  • Neuer RegioExpress Erstfeld–Bellinzona im Stundentakt, einzelne Züge werden bis Lugano und Milano Centrale weitergeführt.