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Gotthard Rund 80'000 Personen wohnen Gotthard-Feierlichkeiten bei

Die Eröffnungsfeiern des Gotthard-Basistunnels im Tessin und in Uri haben dieses Wochenende rund 80'000 Menschen angelockt. Viele nutzten dabei auch gleich die Gelegenheit, ein erstes Mal durch den längsten Bahntunnel der Welt zu fahren.

Legende: Video Gross und klein fahren durch den Tunnel abspielen. Laufzeit 2:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.06.2016.

Über 80'000 Besucher sind am Wochenende auf die vier Festplätze rund um die Portale des Basistunnels ins Urnerland und ins Tessin gereist, um das Jahrhundertbauwerk zu feiern.

Nach Angaben der SBB waren am Samstag rund 30'000, am Sonntag sogar 50'000 Besucher auf den vier Festplätzen in Erstfeld (UR), im Rynächt bei Schattdorf (UR), in Pollegio (TI) und Biasca (TI) unterwegs.

240 Extrazüge

Nach Angaben der SBB hat sich das Transportkonzept mit den insgesamt 240 Extrazügen zu den Festplätzen, den 100 Gottardo-Shuttles sowie den Bustransfers zwischen den Festplätzen bewährt. Trotz des grossen Andrangs sei es nur vereinzelt zu Engpässen und Wartezeiten genommen, teilte die SBB mit.

Einen kleinen Dämpfer gab es für die Passagiere des Extrazuges am Sonntagmorgen von Zürich nach Biasca und ans Gotthard-Fest: Dieser hatte wegen eines Gleisschadens 20 Minuten Verspätung. Nach Angaben der SBB waren Steine auf die Gleise gefallen und der Zug musste über Rotkreuz umgeleitet werden.

«Ein magischer Moment»

Einmal angekommen, nutzten rund 35'000 Interessierte die Gelegenheit für eine erste Fahrt durch den 57 Kilometer langen Basistunnel. Obwohl die Aussicht nicht anders war als in jedem anderem Tunnel, meinte viele: Er sei irgendwie magisch, der Moment, den man gerade erleben durfte. Die Begeisterung der Bevölkerung für dieses Jahrhundertbauwerk war den ganzen Tag über auf allen Festplätzen deutlich zu spüren.

Tausende Besucher auch in anderen Städten

SBB-Chef Andreas Meyer sprach in einer Bilanz denn auch von einem «grossen Erfolg» und dankte den 2500 beteiligten Mitarbeitern für ihre Arbeit. Bereits am Samstag hatte er bei einem Rundgang im Rynächt und in Erstfeld betont, es sei ihm stets wichtig gewesen, dass nicht nur eine gewöhnliche Tunneleinweihung stattfinde: «Auch die Bevölkerung soll mit diesem Eröffnungswochenende eine Plattform erhalten.»

Wer den Weg zu den Tunnel-Portalen an diesem Wochenende nicht auf sich nehmen wollte, konnte die Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt auch an den Bahnhöfen in Aarau, Biel, Bern, Genf, Zürich und Winterthur feiern. Allein in Zürich zählte die SBB rund 10'000 Besucher. Insgesamt zogen die Bahnhoffeste rund 25'000 Personen an.

In Betrieb genommen wird der neue Gotthard-Basistunnel erst mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember. Im Sommer sollen dann erste kommerzielle Züge den Tunnel befahren, wie die SBB mitteilte.

Gotthard-Spezial

Der neue Gotthard-Eisenbahntunnel.
Legende: keystone

Lesen Sie hier ausführliche Hintergrundberichte, Zahlen und Fakten sowie Berichterstattungen zu den Eröffnungsfeierlichkeiten rund um den neuen Tunnel – oder geniessen Sie eine virtuelle Tour.

Publikumstag am Samstag

Die Höhepunkte des Volksfests an den Portalen des neuen Gotthard-Tunnels können Sie hier im Liveticker nachlesen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von martin reiser (martin reiser)
    Leider vergass Hr. Grossenbacher im Interview zu erwähnen, dass der Gotthard Basis Tunnel zu 100% von den hiesigen Steuerzahlern bezahlt wurde und aus den Herkunftsländern der ausländischen Mitarbeiter, die sehr wohl von diesem Bauwerk profitieren, kein müder Euro an die Schweiz geflossen ist. Die Schweiz bot während beinahe zwei Jahrzehnten Tausende von gut bezahlten Arbeitsplätzen für Menschen aus ganz Europa, die in ihrer Heimat offenbar keine adäquate Tätigkeit fanden!
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