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Schweiz Greenpeace-Aktivist: Die Haftbedingungen waren sehr schwer

Drei Monate lang sass er in Russland wegen «Rowdytum» fest, nun ist Greenpeace-Aktivist Marco Weber wieder zurück in der Schweiz. An einer Medienkonferenz schildert der 28-jährige Zürcher seine Erlebnisse in russischer Haft.

Legende: Video «Der Freiheitsenzug ist nicht zu unterschätzen» abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.12.2013.

Der Greenpeace-Aktivist Marco Weber hat in einer Medienkonferenz über seine Erfahrungen in Russland berichtet. Gleich zu Beginn hielt der Zürcher fest: Reue habe er nie gespürt. «Mir war bewusst, dass es zu einer Verhaftung kommen könnte», so Weber.

Nur 4 Deziliter Wasser pro Tag

Doch die Haftbedingungen waren offenbar sehr schwer. Fast alle Aktivisten seien in Einzelhaft gewesen. Zu Trinken gab es nur 4 Deziliter Wasser pro Tag, wird der 28-Jährige von Greenpeace via Twitter zitiert. Die Wärter hätten sich aber meist freundlich verhalten.

Weber war im September zusammen mit 27 anderen Greenpeace-Aktivisten in der Barentssee beim Versuch verhaftet worden, eine Ölplattform des russischen Energiekonzern Gazprom zu besteigen.

Frei dank Amnestiegesetz

Die russische Behörden beschlagnahmten ihr Schiff «Arctic Sunrise» und klagte die Besatzungsmitglieder wegen Piraterie an. Später schwächte die Justiz den Tatbestand auf «Rowdytum» ab.

Nachdem Russland ein Amnestiegesetz verabschiedet hatte, stellte die Justiz die Verfahren ein. «Russland konnte sich so elegant aus der Affäre ziehen», meint Weber.

Weil er nicht fliegen wollte, ist der Greenpeace-Aktivist Marco Weber mit dem Zug von Russland in die Schweiz zurückgekehrt. Dafür nahm er rund 50 Stunden Reisezeit in Kauf, wie Markus Allemann, Co-Geschäftsleiter von Greenpeace Schweiz, in einem in mehreren Zeitungen erschienenen Interview sagte.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Hildebrand, Zürich
    Zuerst vorsätzlich gegen das Gesetz verstossen und jetzt gross Kohle machen! Das EDA hat bestimmt auch einige Millionen "Hilfs- oder Kulturgelder" aus unserem Steuerkässeli geschoben. Ein Gesetzloser wird gefeiert wie ein Held! Wenn jeder, nach Lust und Laune hat, die Gesetze bricht, kommt das Chaos!
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    1. Antwort von P.Moser, Schlieren
      @Hildebrand, Vergessen Sie nicht, die Umwelt kennt keine Grenzen und es ist auch Ihre Umwelt welche hier verteidigt wurde. Die heutigen Regierungen verhalten sich zunehmend moralisch am Abgrund. Denken Sie daran, dass wir Schweizer die US-Bussen der fehlbaren Banken/Banker als Kunde bezahlen. Wir Schweizer akzeptieren solchen Schwachsinn ohne uns zu wehren. Dank Gesetzesbruch an der richtigen stelle können Perversionen gebremst oder gestoppt werden. Auch Sie profitieren davon ohne was zu tun!
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  • Kommentar von alfred imre, haimatstrasse 25.9008 st.gallen
    solche Aktionen bringen sehr fiel .hätte es mehr persönlichen Einsatz gegeben wäre ein 1945.ein nordkorea z.b.nicht möglich gewesen.eigenstäntiges denken eigenverantwortung und nicht sbeichelleken.schulterklobfen.
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Kaum wieder aus dem Gefängnis entlassen, wo er zu recht war und schon müssen solche offensichtlich kerngesunden Selbstdarsteller den Sensationsmedien über ihre angeblichen, täglichen "Leiden und Todesqualen" im Gefängnis berichten. Einfach grotesk.
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    1. Antwort von R. Fritschi, Schaffhausen
      Grotesk ist einzig ihr Kommentar.
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    2. Antwort von Laurent Frick, Langenthal
      Sie haben überhaupt nichts begriffen. Das sind keine Selbstdarsteller, Sie sind es. Sie tun mit Ihrer unsäglich unqualifizierten Äusserung weh. Und zwar allen, die ein gesundes Rechtsempfinden haben-
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    3. Antwort von O.Toneatti, Bern
      R.Fritschi|Laurent Frick@Glauben Sie denn im ernst, dass solche sinnlosen Green-Peace-Aktionen irgendjemandem etwas nützen. Wenn ja, sollten solche "Helden" sich auch dafür einsetzen, dass die Amerikaner die Zerstörung der schönen Naturlandschaften in Alaska wegen den Erdölbohrungen, beenden müssen. Aber eben, wenn zwei dassselbe tun......Die Hetze gegen die Russen ist zurzeit Mode geworden. Scheinbar hat Ihr Held Marco Weber die Gefangenschaft, die er selbst verschuldete, schadlos überstanden.
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    4. Antwort von r. Fritschi, Schaffhausen
      @O. Toneatti Es hat nichts gegen Russen oder Amis zu tun, er macht wenigtens etwas gegen die Umweltzerstörung...ob es sinnvoll ist? Keine Ahnung. Man spricht darüber, das ist schon einiges...auf jeden Fall mehr als das was andere erreicht haben...und einen Aktivisten, der einen mehrmonatigen Knast in Russland riskiert als einen Selbstdarsteller zu nennen...das ist grotesk!
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    5. Antwort von Bilgeri Claudio, Goldach
      O.Toneatti, Bern "sinnlosen Green-Peace-Aktionen" Sie müssen Gott sein, da sie sich erlauben zwischen sinnlosem und sinnvollem zu unterscheiden! Herr Weber hat das gemacht was er für richtig hielt nicht mehr und nicht weniger! Amen
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