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Mehr illegale Einreisen Grenzpolizisten erhalten im Sommer Verstärkung

Legende: Video Kantonspolizisten zur Verstärkung an der Grenze abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.06.2017.
  • Schweizer Grenzkantone sind mit der Zahl illegaler Einreisen überfordert.
  • Zur Unterstützung werden dafür im Sommer für Personenkontrollen bis zu fünfzig Polizisten in die Grenzregion geschickt.
  • Interkantonale Einsätze gab es bisher nur für Grossanlässe wie das WEF.

Im vergangenen Jahr waren der Kanton Tessin, aber auch die Kantone Wallis, Graubünden sowie die Ostschweiz mit der grossen Zahl von illegalen Einreisen oft überfordert. Ein interkantonales Polizeikorps soll nun aushelfen. In einem ersten Schritt würden bis zu fünfzig Polizisten aus der ganzen Schweiz in die südliche Grenzregion geschickt.

Auch in diesem Jahr rechne man mit einem Anstieg an irregulären Grenzübertritten, wie die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten am Donnerstag mitteilte. Deshalb soll ein interkantonaler Polizeieinsatz die grenznahen Polizisten bei Bedarf entlasten.

Das zusätzliche Personal soll den Polizeien beispielsweise bei Personenkontrollen an wichtigen Verkehrsachsen, Bahnhöfen oder Autobahnen und administrativen Folgemassnahmen unter die Arme greifen. Zudem würden zusätzliche logistische Mittel zur Verfügung gestellt.

Unterstützungsaktion über Monate ein Novum

Zu einem interkantonalen Einsatz komme es dann, wenn ein Kanton ein besonderes Ereignis trotz Unterstützung durch das zugehörige Konkordat oder Nachbarkantone polizeilich nicht oder nur bedingt bewältigen könne – zum Beispiel bei Grossereignissen wie etwa internationalen Fussballspielen oder dem World Economic Forum (WEF).

Neu an dieser Unterstützungsaktion ist die Einsatzdauer von mehreren Monaten.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    50 Mann! Daran sieht man das Riesenproblem. Stimmungsmache von Rechts...
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  • Kommentar von Peter Boos (Brionese)
    Endlich! Ich wohne im Tessin und habe bei einer Fahrt von Mailand nach Bellinzona selber miterlebt wie Flüchtlinge im Zug unkontrolliert in die Schweiz kommen. Hoffentlich werden jetzt in Chiasso die Züge besser kontrolliert.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Europa muss den Zuzug von Menschen aus der islamischen Welt drastisch drosseln, weil es angesichts der Sachlage objektiv geboten ist. Es gibt kaum noch stabile Länder im Nahen Osten. Manche haben sich bereits aufgelöst, andere werden durch harte Hand zusammengehalten. Die Bevölkerungszahlen sind in den letzten 20-30 Jahren geradezu explodiert. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jung, unter 30, arbeitslos und ungebildet.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Der "Krieg gegen den Terror" läuft jetzt seit 16 Jahren, viele kennen also gar nichts anderes. Permanente Propaganda überall, oft von Radikalen finanziert. Sunna vs. Schia ist da nur Nebensache. Die Weltgemeinschaft hat so unfassbar viele Fehler begangen in den letzten Dekaden, jetzt gilt es, dies zu erkennen. Immigration kann dabei keine nachhaltige Lösung sein, die kann nur vor Ort liegen. Und es dürfte wohl etwas länger dauern.
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