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Zustrom von Migranten Grenzwachtkorps rüstet sich für Flüchtlingsansturm

Legende: Audio «Grenzwächter rüsten für Flüchtlingsansturm» abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
1:33 min, aus HeuteMorgen vom 04.05.2017.

Das Wichigste in Kürze

  • Die Grenzwächter haben dieses Jahr bereits mehr Migranten aufgegriffen als in der gleichen Zeit im Vorjahr.
  • Um auch auf ein Krisenszenario eingestellt zu sein, hat das Grenzwachtkorps jüngst einen Grossauftrag für über 140 Container ausgeschrieben, in denen Leute im Bedarfsfall kontrolliert, registriert und betreut werden können.
  • Reagieren können will das Grenzwachtkorps nicht nur an der Südgrenze: Die laufende Ausschreibung umfasst Container und weitere Infrastruktur für sämtliche Grenzregionen.

Ab Juli wollen die Grenzwächter bereit sein für ein Krisenszenario: Innert weniger Tage wollen sie dann Container, Zelte und WC-Anlagen aufbauen können, um einen Ansturm auf die Grenze bewältigen zu können.

David Marquis vom Grenzwachtkorps fasst es so zusammen: «Es geht darum, Infrastrukturen zu haben, wo man Leute kontrollieren, registrieren und betreuen kann.»

Ausschreibung für maximal 143 Container

Vor wenigen Tagen hat das Grenzwachtkorps einen Grossauftrag ausgeschrieben: Es sucht Lieferanten, die die Krisen-Infrastruktur bereithalten und rasch liefern können. «Um uns die maximale Handlungsfreiheit zu sichern, umfasst die Ausschreibung maximal 143 Container. Das wäre dann aber wirklich das Maximum.»

Zum Übernachten sind die Container nicht vorgesehen. Für Unterkünfte sind je nach Fall die Asylbehörde oder der Grenzkanton zuständig.

Sollte sich die Lage verändern, dann können wir mit diesen Containern kurzfristig reagieren
Autor: David MarquisGrenzwachtkorps

Marquis will sich nicht festlegen, wie stark die Zahl der Migranten ansteigen müsste, bis der Krisenplan ausgelöst würde. «Das Grenzwachtkorps hat da wo die aktuellen Migrationsströme in die Schweiz treffen geeignete Infrastrukturen. Das ist namentlich in Chiasso und in Brig. Sollte sich die Lage aber verändern, dann können wir mit diesen Containern kurzfristig reagieren».

Reagieren können will das Grenzwachtkorps nicht nur an der Südgrenze: Die laufende Ausschreibung umfasst Container und weitere Infrastruktur für sämtliche Grenzregionen. Die Grenzwächter haben dieses Jahr mehr Migranten aufgegriffen bei der Einreise als in der gleichen Zeit im Vorjahr. Von Krisenszenarien aber ist die Schweiz derzeit weit entfernt.

42 Kommentare

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  • Kommentar von a. furrer (charmin)
    Der österreichische Aussenminister Sebastian Kurz sagte kürzlich, dass der Zustrom von vorwiegend afrik.Männern gestoppt werden muss! Bereits an der Grenze abweisen, denn es handelt sich hier um Migranten. Wenn ich sehe und höre was in Deutschland oder Schweden los ist, sollte die Schweiz handeln....SUBITO!!!
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  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Wie lange dauert es noch bis Europa die Grenzen schliesst? Den Potetaten ist der Geldhahn zuzudrehen. Hilfe vor Ort die zu kontrollieren ist. Geschieht das nicht, so kann die EU dasselbe Schicksal erleben wie das alte römische Reich. Infolge zu grosser Migration untergehen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ein Soziologe hat bei Aeschbacher erklärt, wie fatal ist, wenn diese Leute über die Asylschiene reingelassen werden, weil wir die Migration so nicht selektieren(=steuern) können. Denn die gut Ausgebildeten - und das ist im Promillbereich unter den Einströmenden - könnten wir perspektivisch(!) gut gebrauchen und diese sollten die Möglichkeit bekommen, per Kontingent reinzukommen. Mein Nachtrag: Unser BR hat aber gerade die Drittstaatenkontingente eingeschränkt, da zu viele PFZ-ler kommen. Tja.
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