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Schweiz Grosse Schäden nach unbewilligter Demo in Genf

In Genf haben in der Nacht auf Sonntag rund 500 Personen gegen die Sparpläne der Regierung protestiert. Dabei kam es im Zentrum der Stadt zu Sachbeschädigungen und Zusammenstössen mit der Polizei.

Legende: Video Kaputte Schaufenster und versprayte Wände in Genf (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.12.2015.

Bei einer unbewilligten Kundgebung in Genf ist es in der Nacht auf Sonntag zu Sachbeschädigungen und Krawallen gekommen.

Die Randalierer zerbrachen Schaufenster und versprayten Hauswände. Rund zwanzig Schaufenster von Banken, Bijouterien sowie von einem Coiffeursalon wurden zerbrochen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken, wie ein Polizeisprecher sagte.

Zwei Polizisten verletzt

An der Demonstration, die sich gegen Budgetkürzungen für alternative Kulturlokale richtete, hatten rund 500 Personen teilgenommen. Sie hatten sich gegen 22 Uhr beim «Parc des Cropettes» versammelt und zogen anschliessend durch die Stadt.

Beim Boulevard Carl-Vogt kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Entlang der Umzugsroute wurden zahlreiche Wände mit Sprayereien verschmiert.

Schmierereien am Grand Théeatre in Genf.
Legende: Schmierereien am Grand Théâtre in Genf. Keystone

Bislang keine Festnahmen

Verunstaltet wurden insbesondere der Bahnhof sowie das Grand Théâtre und das Museum Rath. Die verschiedenen hingeschmierten Parolen richteten sich unter anderem gegen die Polizei und gegen den Kapitalismus. Auch Parolen gegen den Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet waren zu sehen.

Um die rund 30 Randalierer ausfindig zu machen, werde die Polizei nun die Überwachungskameras auswerten, sagte der Polizeisprecher. Bisher sei niemand festgenommen worden.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ein weiterer "Grosskindergarten" bestimmt nicht von rechten Leuten. Deshalb wird man versuchen zu schweigen und möglichst keinen festzunehmen. Wenn es Ausländer wären, wird man diese trotzdem als Schweizer betitteln, wenn sie ein paar Jahre in der Schweiz gelebt hatten. Unter diesem Vorgehen leidet die Schweizer Bevölkerung. Es sieht dann so aus, als ob die Schweiz immer krimineller würde.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Eine Differenzierung Ihrer Argumentationen wäre angebracht. Es ist kaum ein Kommentar von Ihnen zu lesen, der sich nur auf das Thema des Artikels bezieht. Immer müssen noch irgendwelche Ausländer und gleichzeitig Kriminelle herhalten. Anstatt voreingenommen Abläufe anzuprangern wäre es besser, die richtigen Fragen nach den Ursachen zu stellen - auch wenn zu befürchten ist, dass Sie die Antworten schmerzen werden.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Anstatt auf junge, wütende oder randalierende Linke einzuhauen, sollen wir rflektieren, woran es mangelt. Vielleicht ist die Macht der int. Banken, Versicherungen und Konsortien zu gross, deren Steuerabgaben zu klein? Wachsende Ungleichheit? Vielleicht gibt es in unserer freien Gesellschaft zu viele Jugendliche ohne Antrieb? ohne Ziel? ohne Orientierung? Die Welt und deren Angebote sind sehr komplex geworden.. Ich vermute, mit solchen Debatten kämen wir weiter als im Gezänk um Rechts oder Links.
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    1. Antwort von Pavol Vojtyla (freedomainradio.com)
      H/F. Mitulla, was sich der Hoffnungslosigkeit der Jungen betrifft muss ich leider Ihnen zustimmen. Genf ist einfach zu klein und von Grenzgänger-Arbeitern überflutet. Es gibt eine katastrophale Wohnungsnot, zu viele Immigranten aus ES und P in Parallel-Gesellschaften. Ein geborener Schweizer hat grosse Schwierigkeiten seine Familie zu gründen. Ob es wegen des Grosskapitals ist kann man diskutieren. Aber die Linke hatte die letzten 20 Jahre die absolute Mehrheit. Warum ist es so weit gekommen?
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    2. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Dabei gebe ich Ihnen vollends recht. Das Haupthindernis dabei: Unter "Debatte" verstehen mittlerweile viel zu viele einen frustrationsabbauenden Schlagabtausch ohne konstruktive Komponente. Das Schema "Links gegen rechts" und umgekehrt lässt sich in jedem zweiten Kommentar finden. Auch auf nationaler Ebene wird so argumentiert, was die Basis noch weiter befeuert. Wir gehen Zeiten entgegen, in denen wir von den Umständen dominiert werden statt diese vorgängig mit zu beeinflussen.
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    3. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Dudle/ Vojtyla. Ich denke, Bildung und Einforderung von Leistung/ Integration/ Steuergerechtigkeit müssen Hand-in-Hand gehen. Grenzgänger mit steuerlichen Vorteilen oder Parllelgesellschaften mit Paralleljustiz sind genauso zu bekämpfen wie Finanz- und Bodenspekulationen. Ich bin weder links noch rechts - ich meine, der Schlüssel des Erfolgs liegt in der Suche nach dem grösstmöglichen gemeinsamen Nenner.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Liebe Genfer: Rechnet die Sachschäden aus und haut sie nochmals aufs Sparziel obendrauf! Nur so lernen sie's...
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