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Nach Roaming-Abschaffung in EU Handy-Abos inklusive Roaming bekommen mehr Konkurrenz

Legende: Audio Vorsicht vor versteckten Gebühren abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
01:39 min, aus Heute um Vier vom 19.06.2017.

Zwei Wochen nach der Abschaffung der Roamingtarife für die Nutzung des Handys in der EU und im EWR geht in der Schweiz die Kabelnetzbetreiberin UPC in die Offensive.

UPC im Vergleich

Das billigste Roaming-Pauschalabo von UPC kostet 35 Franken pro Monat und enthält neben unbeschränkten Anrufen und SMS in der EU noch 1 GB Datenvolumen. Bei Anrufen gilt dies allerdings nicht für Gespräche von einem EU-Land in ein anderes. 4GB Internet und unlimitierte Anrufe/SMS kostet 45 Franken.

Das günstigste Abo mit Inklusiv-Minuten und Inklusiv-Daten fürs Roaming bei der Swisscom 60 Franken im Monat, erklärte Verivox-Telekomexperte Ralf Beyeler. Allerdings sei bei diesem Swisscom-Abo das Internet sehr langsam.

Salt verlange 89 Franken für das günstigste Abo mit Roaming-Minuten und Roaming-Daten. Bei Sunrise seien es 100 Franken und Yallo 88 Franken, stellte Beyeler fest.

Roaming-Tarife verbleiben

Ganz abgeschafft wie in der EU werden die Roamingtarife bei UPC allerdings nicht. Die Roaming-Pauschalabos kosten pro Jahr 72 Franken mehr als jene ohne Inklusiv-Roaming.

Nur EU-Roaming-Tarife günstiger

Bei Reisen ausserhalb der EU und dem EWR kann es allerdings teuer werden. Für Kunden, die beispielsweise in den USA Daten nutzen wollten, würden sich die Abos von UPC weniger lohnen, da keine Datenpakete angeboten werden.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktor Samuel Emch

UPC, der Netzwerkbetreiber, der ehemals unter dem Namen Cablecom bekannt war, ist ein Nischenanbieter im Bereich Handyabos. Er will den grossen Drei – Swisscom, Sunrise und Salt – Marktanteile abjagen. Dafür schnürt der Mobilfunkanbieter nun Angebote, bei denen die Kunden ohne zusätzlich ausgewiesene Roaming-Gebühren in der EU telefonieren und SMS schreiben können.
Dass diese Gebühren nicht separat auf der Abrechnung erscheinen, heisst aber nicht, dass sie der Kunde nicht bezahlt. UPC erhöht nämlich gleichzeitig die monatlichen Abogebühren um 10 bis 20 Prozent. Auch bei anderen Anbietern gibt es bereits Angebote, bei denen die Roamingkosten gleich in die Abogebühren mit eingerechnet werden. Die Roaming-Gebühren werden also nicht abgeschafft, eher werden sie versteckt.
Mit der Abschaffung der Gebühren in der EU sind hiesige Anbieter zunehmend unter Druck geraten. Tatsächlich gehen die Roaming-Gebühren so zurück. Kampfangebote wie das von UPC werden diese Reduktion noch beschleunigen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Nobs (bernstein)
    wer will schon roaminggebühren im basispreis? dadurch wird nur das abo teurer! mittlerweile kosten prepaid sim's im ausland nur no 10.-... inklusive minuten, sms & gb an daten... klar nach hause "telefonieren" kann man damit nicht, aber für sowas gibts ja facetime audio, what'sapp, etc... bei den heutigen datenpreisen kein problem mehr....
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Da zeigt sich wieso einige Rechten Politiker wirklich für die Abschottung sind. Das Schweizer Nationalismus und die Eidgenossenschaft beschwören, ist nur Mittel zum Zweck um so heftig abzusahnen, das gilt hier bei der Telekommunikationsfirmen, wie bei Emmi und viele Import Firmen und das stört mich n diesen Politikern. Es ist möglich einen offenen Warenaustausch zu haben mit Parallelimport ohne EU Mitglied zu sein. Doch das wollen diese Exponenten nicht.
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  • Kommentar von Marc Keimar (markai88)
    Wie kann man teures Roaming einfach umgehen? Im Ausland eine prepaid Simkarte kaufen. Handy umstellen das Anrufe und Messages auf die Auslandnummer umgeleitet werden. Funktioniert bei mir immer zu fast keinen Kosten.
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    1. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      Ich dachte, dass bei der Umleitung von einer CH-Nummer auf eine ausländische der CH-Anbieter dann für Gespräche und SMS die Gebühren für Anrufen / SMS von CH ins Ausland verrechnet...
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