Hausdurchsuchung und Verhaftungen in Astra-Aussenstelle im Wallis

Die Bundespolizei hat bei der Aussenstelle des Bundesamts für Strassen (Astra) in Visp eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Es geht um Bestechungsvorwürfe. Drei Personen sitzen in Untersuchungshaft.

Bei der Aussenstelle des Bundesamts für Strassen (Astra) in Visp (VS) hat die Bundespolizei eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Bei dem Polizeieinsatz am Donnerstag wurden drei Personen verhaftet.

Die Hausdurchsuchung erfolgt auf Antrag der Bundesanwaltschaft. Sie präzisierte auf Anfrage der sda, dass Hausdurchsuchungen und Einvernahmen im Wallis durchgeführt wurden. Laut Mediensprecher André Marty wurden die drei Personen in Untersuchungshaft genommen.

Vorwurf der Bestechung und ungetreue Amtsführung

Zu den Hausdurchsuchungen sei es im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Verdachts auf aktive und passive Bestechung schweizerischer Amtsträger sowie des Verdachts auf ungetreue Amtsführung gekommen.

Für alle drei in Untersuchungshaft genommenen Personen ordnete das zuständige Zwangsmassnahmengericht die vorläufige Haft für drei Monate an. Das Gericht folgte damit dem Haftantrag der Bundesanwaltschaft.

trDas Bundesamt für Strassen ist die Schweizer Fachbehörde für die Strasseninfrastruktur in der Schweiz. Die Aussenstelle Visp mit Büros im Bahnhofgebäude gehört zur Infrastrukturfiliale Thun. Im Auftrag des ASTRA baut das Amt für Nationalstrassenbau des Kantons Wallis (ANSB) die noch fehlende Teilstrecke der Autobahn A9 zwischen Siders/Sierre und Visp.