Schweizer Gemüse Himbeeren top, Kartoffeln Flop

Rekordernte auf der einen Seite, ein Viertel weniger Ertrag auf der anderen – 2016 war für Gemüsebauern ein Auf und Ab.

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Bildlegende: Licht und Schatten beim Gemüse: Nach gutem Saisonstart traf der nasse Mai einige Kulturen empfindlich. Keystone

  • Extreme Wetterschwankungen hatten in diesem Jahr negative Auswirkungen auf die Gemüseernte in der Schweiz.
  • Besonders die Qualität von Kartoffeln und Zuckerrüben hat gelitten.
  • Kaum Auswirkungen hatten die Wetterkapriolen auf die Obsternte. Der warme September wirkte hier positiv.

Das unbeständige Wetter in diesem Jahr hat sich negativ auf die Gemüseernte ausgewirkt. Kaum darunter gelitten hat dagegen die Obsternte: Bei den Himbeeren wurde mit 1525 Tonnen ein Rekord verzeichnet.

Auch die Qualität der geernteten Trauben war sehr gut, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst in seinem Jahresrückblick schreibt. Der rekordwarme und sonnige September rettete das Aroma der Trauben. Die Erntemenge fiel zudem höher aus als in den vergangenen Jahren.

Beim Gemüse kam es wegen des Wetters zu Verzögerungen und Ausfällen. Zwar sei der Saisonstart «mit sehr guter Qualität» geglückt, obwohl der Frühling nass und kalt war. Besonders der Mai – der nasseste seit Messbeginn im Jahr 1864 – traf einige Kulturen empfindlich.

Weniger Getreide als in Vorjahren

Der spät eingetroffene Sommer führte allerdings zu sehr tiefen Erntemengen. Auch hier rettete der sommerliche September den Bauern bei einigen Gemüsen die Erntemengen. Das abrupte Saisonende mit dem zu kalten und frühwinterlichen Oktober hingegen setzte anderen Kulturen wiederum zu.

Die extremen Wetterverhältnisse hatten auch negative Auswirkungen auf die Ernte und Qualität der Kartoffeln und Zuckerrüben. Zudem wurde auf den Alpweiden wegen des nassen Frühlings viel Futter zertrampelt. Ebenso fielen die geernteten Getreidemengen im Jahr 2016 tiefer aus als in den Vorjahren.