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Im Guetzli können Eier aus Käfighaltung stecken
Aus Espresso vom 12.10.2016.
abspielen. Laufzeit 05:17 Minuten.
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Schweiz Im Guetzli können Eier aus Käfighaltung stecken

Eier aus Käfighaltung oder sogar Hühnerbatterien: In der Schweiz gehören diese schrecklichen Bilder seit über 30 Jahren zum Glück der Vergangenheit an. Ganz verschwunden sind solche «Problem-Eier» aber bis heute nicht: Sie stecken in Produkten aus dem Ausland.

Ob es denn heute noch Eier aus Käfighaltung in ihrem Sortiment gebe, wollten Journalistinnen und Journalisten von der Sendung «On en parle» des Westschweizer Radios RTS von mehreren Grossverteilern wissen. Bei Migros, Coop, Aldi, Lidl wie auch beim Migros-Online-Portal Le Shop hiess es einhellig: «Nein, nicht bei uns.»

10 von 40 Proben sind kritisch

Dem ist aber nicht ganz so, wie die Journalisten herausfanden, als sie bei etwa einem Dutzend Lieferanten nachfragten. In mehreren Produkten aus dem Ausland stecken immer noch Eier von Hühnern, deren Haltung nicht mit den hiesigen Tierschutznormen übereinstimmen. Konkret: 10 von 40 Stichproben sind betroffen. Es handelt sich vor allem um Produkte des internationalen Snackherstellers Mondelèz (früher Kraft Foods). In der Deutschschweiz kennt man wohl am ehesten die Guetzli und Cracker von LU und TUC. Sie sind vielerorts im Verkauf, die Journalisten haben sie in diesem Fall wohl mehr zufällig bei Coop in der Romandie gefunden. Bei «Le Shop sind mehrere andere Backwaren mit «Problem-Eiern» im Verkauf.

Produkte mit Eiern aus Käfighaltung:

Überraschte Grosshändler

Sowohl bei Coop wie auch bei Le Shop reagierte man überrascht auf das Resultat der Recherche. Bei Le Shop hiess es gegenüber RTS, man werde alle betroffenen Lieferanten kontaktieren. Wer nicht sicherstellen könne, dass die Eier im Mindesten aus Bodenhaltung stammen, dessen Produkte werde man aus dem Regal nehmen.

Coop erklärte gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso», man mache grundsätzlich strenge Auflagen bezüglich Tierhaltung. Bei gewissen Lieferanten aus dem Ausland mache man aber eine Ausnahme, da im Ausland andere gesetzliche Bestimmungen gelten würden als in der Schweiz. Der Mondelèz-Konzern habe aber angekündigt, er werde künftig ganz auf Eier aus Bodenhaltung umstellen.

Grundsätzlich ist der Import von solchen Produkten aus Käfigeiern in der Schweiz nicht verboten. Die Grossverteiler können freiwillig darauf verzichten. Die meisten machen das auch – nicht zuletzt aus Imagegründen. Offenbar müssen hier aber die Kontrollen noch besser werden.

Von welchem Hof stammt mein Ei

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Von welchem Hof stammt mein Ei
Legende: Keystone

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5 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Willkommen bei Cassis de Dijon. Auch so eine Sache, die uns die EU gegen unseren Willen aufgedrückt hat. Wann befreien wir uns aus dem Würgegriff der Europäischen Konsumterror-Organisation?
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  • Kommentar von Daniel Kellerhals  (Daniel Kellerhals)
    Drum gehen die Leute ja nach Konstanz einkaufen! Heuchler allesamt! Im übrigen ist noch kein Menschen solcher Biscuits gestorben. Also wo ist das Problem.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli  (thkaepp)
    Traurige Realität. Blicke aktuell auf fast 10 Jahre Hobby-Hühnerhaltung aus Liebe zur Kreatur mitten in der Grossstadt zurück. In Drittländern nicht aussergewöhnlich. Aber die Art der Haltung! Ohne je eine ernsthafte Kosten/Nutzen-Kalkulation angestellt zu haben, reichen Daumenpeilungen zur Erkenntnis: „Unsere glücklichen Haushühner legen die teuersten Eier Guatemalas.“ Würde ich hierzulande das Ganze streng ökonomisch als Eier oder Fleischproduzent aufziehen, wäre ich längst Bankrott. Leider.
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Nun ja, mitten in der Grossstadt gehaltene kosten wohl schon mehr als Landhühner. Unsere waren in artgerechter Haltung+Umgebung sozusagen Selbstversorger, denn sie frassen nebst sämtlichen pflanzl.Abfällen aus Kompost u.ihren eigenen Eierschalen auch Gras+Kräuter samt Samen in Hecken+Blumenwiesen inkl.Würmer+Insekten. Habe sogar mal gesehen, wie sich eine Schar Hühner wie die Störche nach dem Mähen über freilegelegte Mäusenester hermachten. Richtig fütterten wir sie eigentlich nur im Winter.