Bund bleibt dabei Impfungen sollen von Franchise ausgenommen werden

Der Bundesrat will erreichen, dass sich die Bevölkerung mit Impfungen besser gegen Infektionskrankheiten schützt. Er sieht dazu mehrere Massnahmen vor.

Eine Spritze, die an einen Arm angesetzt wird. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Bundesrat will den Impfschutz verbessern. Reuters

Das Wichtigste in Kürze

  • Impfungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden, sollen künftig von der Franchise ausgenommen werden.
  • Der Bund hält trotz Kritik an dieser Idee fest. Sie wird nun im Detail geprüft.
  • Pro Jahr würden Kosten von knapp vier Millionen Franken entstehen.

Die Ausnahme der Impfungen von der Franchise ist Bestandteil der nationalen Impfstrategie, die der Bundesrat verabschiedet hat. Die Idee hatte in der Anhörung für Kritik gesorgt – vor allem wegen der schwer abschätzbaren Kosten.

Ziel der neuen Strategie ist es, die Bevölkerung besser über den Nutzen von Impfungen aufzuklären. Hier sind insbesondere Ärztinnen und Apotheker gefragt. Ferner soll ein gutes Impfangebot gewährleistet werden.

Mehr Details dieses Jahr

Was die Franchisen anbelangt, so wird das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Befreiung nun vertieft prüfen, wie ein Sprecher präzisiert. Die Befreiung dürfte der Allgemeinheit rund 3,9 Millionen Franken Mehrkosten pro Jahr verursachen.

Die nationale Strategie ist ein Teil der Strategie «Gesundheit 2020» des Bundesrates. Sie hat unter anderem zum Ziel, einen Gesundheitsschutz auf hohem Niveau sicherzustellen. Der Plan zur Umsetzung der Massnahmen der Impfstrategie soll im laufenden Jahr erstellt werden.

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