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Schweiz Japanische Touristen meiden die Schweiz

Eigentlich kommen sie gerne in die Schweiz. Aber japanische Touristen können es sich – wegen der Wirtschaftskrise daheim – weniger gut leisten. Da ist erstens der Kurszerfall der heimischen Währung. Der Yen ist zum Franken um mehr als ein Viertel im Wert gesunken in den letzten zwei Jahren.

Japanische Touristen vor dem Matterhorn.
Legende: Insbesondere Zermatt spürt den Rückgang von Besuchern aus Japan in der Schweiz. Keystone

Der Besuch in der Schweiz ist für die Japaner kostspielig geworden. Auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Japan vom letzten Frühling macht es den Japanern schwer.

Spürbar in Zermatt

Alain Suter, Mediensprecher von Schweiz Tourismus. «Viele Japaner haben vor der Erhöhung noch privat investiert. Sie haben elektronische Geräte gekauft oder ins Haus investiert. Und dieses Geld fehlt jetzt für Auslands- oder Überseereisen». Die Folge: In der Schweiz sind deutlich weniger Gäste aus Japan abgestiegen als letztes Jahr.

Die Zahl der Hotelübernachtungen ging von Januar bis Oktober laut Statistik um mehr als zehn Prozent zurück. Unangenehm ist das vor allem für Zermatt, die hiesige Lieblings-Destination der Japaner. Dort nächtigten dieses Jahr von Januar bis Oktober gut 20 Prozent weniger Gäste aus Japan.

Zürich weniger betroffen

Zürich dagegen ist als Verkehrsdrehscheibe weniger betroffen. Suter sagt: «Die japanischen Gäste landen hier, gehen einkaufen, machen vielleicht einen Tagesausflug und reisen dann weiter.»

Noch ist Japan für den Schweizer Tourismus insgesamt der zweitwichtigste asiatische Markt – nach China. Und da die Japaner besonders ausgabenfreudige Gäste sind, hoffen beliebte Destinationen wie Zermatt und Grindelwald, dass das so bleibt. Fände Japan bald aus der Krise heraus, würde das helfen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Anstatt das man die Zusammenhänge mal unter die Lupe nimmt (auch Schweizer können sich das Leben in der Schweiz kaum noch leisten!), wird gejammert. Aber wo sind denn jetzt die Preisüberwacher? Wann nimmt man die Preise unter die Lupe? Produkte Made in Switzerland kosten in der CH zwei- bis dreimal soviel wie in allen anderen Ländern. Anstatt eine Zollunion (wie es die Türkei hat) mit der EU anzustreben gibts "Rechtsübernahme". Man schröpft uns CHer und die Touristen! Aber ändert man was daran?
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Und genau die aus der rechten Ecke, der Freisinn und der SVPunsinn ist hauptsächlich daran schuld: im Parlament wird jedes Mal gegen Parallelimporte, gegen ein Kartellverbot, gegen Massnamen zur Verminderung der explodierenden Krankenkassenkosten etc. gestimmt.
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    2. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Fangen Sie mal an Texte zu lesen; die letzten Abstimmungen zu Paralellimporte und Kartellverbote scheiterten an SP und Grünen. Zur Info: das sind unsere Linken... Übrigens: ich wähle nicht SVP. Ich sags Ihnen gerne immer wieder. Frage: wenn die "Rechten" sagen würden "springt nicht von hohen Gebäuden", würden Sie dann aus lauter "Anti-Rechts" vom Kölner Dom springen? Oder würden Sie das tun, was "die Rechte" sagt? Der gesunde Konsens gibt es nur, wenn sich alle Seiten zusammensetzen und reden...
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  • Kommentar von m.fischbacher, bern
    Jeder Tourist der NICHT mehr in der Schweiz Ferien machen kann, ist für die Hoteliers einer zu viel (Da er eben NICHT mehr kommen kann!)! Den Hoteliers es Egal, aus welchen Länder die Kundschaft kommt! (Will heissen, das Hotel sollte Voll sein, dann = SEHR GUT!) Übrigens, wenn ICH einen Kommentar nicht Verstehe, dann LESE (nicht Überfliegen!) ich ihn 2-3 mal durch, wenn er dann für MICH immer noch keinen Sinn ergibt, unterlasse ich dann eben auch einen Gegenkommentar...! Jetzt alles Verstanden?
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  • Kommentar von m.fischbacher, bern
    Wir Schweizer, Vermögen es ja auch nicht mehr in unserm eigenen Land zu Leben, geschweige denn Ferien zu machen...! Für den Kurszerfall das Yen können wir nichts dafür! Aber ich finde, jeder Tourist der nicht mehr in der Schweiz Ferien machen kann, ist für die Hoteliers (Denen es eigentlich Wurst ist, aus welchen Ländern ihre Kundschaft kommt!) einer zu viel! Japaner sind tolle Leute und für das Stadtbild in Bern eine Bereicherung!
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    1. Antwort von Peter Escher, Wallis
      m.fischbacher, bern / " jeder Tourist der nicht mehr in der Schweiz Ferien machen kann, ist für die Hoteliers (Denen es eigentlich Wurst ist, aus welchen Ländern ihre Kundschaft kommt!) einer zu viel! " was für ein Mist.!! - kommen Touristen nicht auch aus Ländern und warum soll jeder Tourist den Hoteliers zuviel sein ??!!
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