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Spital-Statistik 2015 Jeder achte Schweizer im Spital

Eine Million Schweizer haben sich im Jahr 2015 in einem Schweizer Krankenhaus behandeln lassen. Nach Arthrosen und Hirnerschütterungen liessen sie sich vor allem wegen Verdauungsproblemen behandeln. Jeder Fünfte konsultierte ein Spital ausserhalb seines Wohnkantons.

152'000 Patienten wurden wegen Herz- und Kreislaufbeschwerden hospitalisiert.
Legende: 152'000 Patienten wurden wegen Herz- und Kreislaufbeschwerden hospitalisiert. Keystone

Die Zahlen: Eine Million Menschen hat sich im Jahr 2015 in einem der 285 Schweizer Spitäler behandeln lassen oder ein Geburtshaus aufgesucht. Laut Bundesamt für Statistik BFS entspricht die Zahl der Patienten 12,5 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt sind 11,7 Millionen Pflegetage geleistet worden.

Die Gebrechen: Nach der Knie- und Hüftarthrose, die mit 185'000 Fällen am häufigsten zu einem Spitalaufenthalt führte, folgten Verletzungen. Hier wurde die Hirnerschütterung am häufigsten (179'000 Mal) diagnostiziert. Insgesamt 152'000 Patienten wurden wegen Erkrankungen des Kreislaufsystems wie Herzinfarkte oder Herzschwäche hospitalisiert. Es folgten Krankheiten des Verdauungssystems (121'000 Mal) und Tumore (117'000 Mal).

Die Behandlungen: 19 Prozent liessen sich ausserhalb Wohnkantons behandeln. Hier gab es zwischen den Kantonen grosse Unterschiede: In den Kantonen Bern, Tessin und Genf lag der Prozentsatz unter acht Prozent. In den Kantonen Basel-Landschaft wählten 50 Prozent und in Appenzell-Innerrhoden gar 71 Prozent ein Spital ausserhalb ihres Kantons.

Die Behandelnden: In den Spitälern waren im Jahr 2015 insgesamt 201'165 Personen beschäftigt. Im Vergleich zu 2014 hat das Beschäftigungsvolumen in Vollzeitstellen gerechnet um drei Prozent zugenommen. Ärzte sowie Spezialisten aus anderen medizinischen Fachbereichen machten je 14 Prozent aus. 42 Prozent waren in der Pflege tätig. 15 Prozent waren im technischen Dienst oder in der Hauswirtschaft beschäftigt und ebenfalls 15 Prozent in der Administration.

Die Kosten: Der Betriebsaufwand der Spitäler ist im Vergleich zu 2014 um 3,2 Prozent gestiegen und belief sich auf 28,1 Milliarden Franken. Seit 1999 hat sich der damalige Betriebsaufwand von 13,5 Milliarden mehr als verdoppelt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) muss sich endlich um Fairness für die Bevölkerung aktv engagieren! Dafür bezahlen die Steuern zahlenden BürgerInnen diese teuren Leute!
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Jeder achte Schweizer im Spital? Vor wenigen Wochen war ein Kollege von mir eine Woche im Spital, da habe ich gesehen wer im Warteraum sitzt. Mit dem Titel will man doch nur wieder ablenken, wer die hohen Kosten für so manches Boboli verursacht. KK Prämien um 100 CHF pro Monat senken und den Selbstbehalt um 1200 CHF erhöhen und sofort wird es einen Rückgang der Gesundheitskosten geben.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das ist doch völliger Irrsinn. Wenn es irgendwo schmerzt, wird von den Spitälern gerne einfach etwas ausgewechselt.Statt dass man es zuerst mit Schmieren und Salben, Bewegung oder der Umstellung der Ernährung versucht. Wer sich nicht bewegt, zu viel isst (zu dick ist) dem sollten gewisse Operationen nur noch zur Hälfte bezahlt werden. Eine einfache Ernährung kennt man heute nicht mehr. Schlag mal einem vor, dunkles Brot mit Butter, ein bis zwei Äpfel +heissen Pfeffermins-Tee zum Znacht zu essen!
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    1. Antwort von J. Kym (metalhomie)
      Oder man bewegt sich wieder ein mal bevor alles zu spät ist. Aber um sich vom Geld des Steuerzahlers zu bedienen, muss mann halt weniger liefern.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Roe, ich muss Sie enttäuschen. Das Vorurteil dicke Leute hätten mehr Arthrosen oder gar mehr Schmerzen ist nur populistisch und wissenschaftlich längst mehrfach wiederlegt. Und kein einziger Patient in der Schweiz wird von einem Spital gezwungen sich behandeln zu lassen. Der Hüftgelenksersatz ist übrigens eine der wenigen Behandlungen, die sich gesamtwirtschaftlich sogar lohnen, weil Kosten für Pflegeheim, Schmerzmittel und Folgeprobleme der Immobilisierung gespart werden damit.
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