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Schweiz Keine Diskriminierung wegen uneindeutigem Geschlecht

Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa 40 Kinder geboren, deren Geschlecht nicht eindeutig bestimmt werden kann. Für sie bricht jetzt der Bundesrat eine Lanze. Intersexuelle hätten Anspruch auf die Achtung ihrer körperlichen und psychischen Integrität sowie das Recht auf Selbstbestimmung.

Zwei Personen stehen vor einem regenbogenfarbig auf den Boden gemalten Herzen.
Legende: Der Bundesrat will die Sensibilität gegenüber Menschen mit uneindeutigem Geschlecht fördern. Reuters/Symbolbild

Jährlich kommen in der Schweiz rund 40 Kinder zur Welt, bei denen nicht klar ist, ob sie Mädchen oder Knaben sind. Früher sind solche Kinder rasch operiert worden, um ihnen ein Geschlecht zuzuweisen. Diese Eingriffe haben oft viel Leid verursacht.

Aus heutiger Sicht verstiessen solche Eingriffe gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit, betont der Bundesrat in einer Antwort auf einen Bericht der Nationalen Ethikkommission. Wenn immer möglich müsse mit solchen Eingriffen zugewartet werden, bis das Kind alt genug sei, um selbst darüber zu entscheiden.

Die Kommission hatte im Auftrag des Bundesrats ethische und praktische Fragen zur Intersexualität untersucht. Ihr Bericht enthält zahlreiche Empfehlungen für Mediziner, Fachverbände und den Bund. Die Einführung einer dritten Geschlechtskategorie für Intersexuelle lehnt die Kommission ab.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Otto Murbach (OttoMurbach)
    Ich finde es richtig und auch in unserer Verantwortung, dass die Unversehrtheit dieser Kinder gesetzlich geschützt wird. Und an sie Frau Ursula Schüpbach. Jesus ist auch Gott, was unermessliche Liebe bedeutet und ist. Aber die scheinbar alles besser wissenden Menschen möchten Ihn für alles Böse, Schreckliche u.s.w. verantwortlich machen. "Guet Nacht am Seggsi".
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Wieder setzen 0.0005 Promille unserer Bevölkerung die bundesrätliche Gesetzesmühlen in Betrieb: 40 (!) Neugeborene pro Jahr, deren "Geschlecht" (noch) nicht eindeutig zu erkennen ist, werden also "gesetzlich geschützt". Wenn doch auch die täglich arbeitende Mehrheit in der Bevölkerung oder die Hundertausenden von Rentner(innen) auch einmal etwas mehr bekämen, als nur Steuern zu bezahlen!
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Für die Informatik jedenfalls hätte eine dritte Variante für das Geschlecht unabsehbare Folgen. Angefangen bei Ämtern und Behörden, gefolgt von zahllosen Statistik-Programmen bis hin zur Kundenverwaltung in der Privatwirtschaft. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Da wäre das damalige Jahr 2000-Problem ein Dreck dagegen.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Da wäre das damalige Jahr 2000-Problem ein Dreck dagegen." Wenn man bedenkt, auf welcher willkürlicher Geschichte (Jesus) die 2000-Zahl aufbaut, ist das ja schon fast spannend.
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