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Schweiz Keine Nachsicht für «Carlos»

Statt Thai-Box-Training und eigener Wohnung ins Massnahmenzentrum Uitikon: Der junge Straftäter wird gegen seinen Willen vom Gefängnis Limmattal in die spezielle Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene überstellt.

Der Fall des jugendlichen Straftäters sorgte diesen Sommer für fette Schlagzeilen: Sondersetting mit eigener Betreuerin in einer komfortablen Wohnung im Baselbiet plus tägliches Thai-Box-Training auf Staatskosten. Vor allem die Kosten von monatlich 29'000 Franken sorgten für öffentliche Empörung.

Nun soll «Carlos» im Verlauf dieser Woche ins Massnahmenzentrum Uitikon (ZH) verlegt werden, wie der Verteidiger des jungen Mannes sowie die Oberjugendanwaltschaft Zürich mitteilten.

Widerstand von «Carlos»

Ihren gemeinsamen Entscheid begründen Oberjugendanwaltschaft und Jugendanwaltschaft mit Sicherheitsüberlegungen: «Carlos» werde «zu seinem eigenen Schutz sowie zum Schutz Dritter» nach Uitikon verlegt.

Laut Anwalt wird «Carlos» die Verfügung «gerichtlich prüfen lassen». Es wäre möglich gewesen, das Sondersetting kostengünstiger und mit veränderter Tagesstruktur weiterzuführen, schreibt sein Verteidiger.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, ZH
    Der Tag im Massnahmenzentrum kostet laut Tagi heute über 800.--/Tag. Was machen die für den Betrag eigentlich?!? Dafür gibt's im Dolder eine Juniorsuite. Einbuchten, gesund halten, zu essen geben und ein Buch in die Hand drücken, aus! Das kostet pro Tag nicht mehr wie 150.--!!!
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Vielleicht wäre es langsam an der Zeit,dass sich Menschen die sich vermehren wollen,erst einen Zulassungsschein für ihre Absicht einholen sollten.Würde möglicherweise weniger"Folgekosten"verursachen.Ohne Zulassungsschein würden sämtliche sozialen und ausbildungsrelevante Leistungen gestrichen.Den"fehlbaren"Eltern würde der"Nachwuchs"abgenommen.Die Eltern müssten mittels Dienste an der Allgemeinheit Leistungen zur Sicherstellung ihrer,und der Existenz ihres Nachwuchses erbringen.Ein anderer Weg?
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Was dem Leser nicht mitgeteilt wird, ist dass Carlos im Jugendknast den Steuerzahler im Monat immer noch 25'000 Fr. kostet. Was Wunder, dass die Städte rote Zahlen schreiben. Wegen Sozialindustrie mit universitären Therapeuten in höchsten Lohnklassen und Hotelleriebetrieb im Knast auf unsere Kosten, muss Strafvollzug ins preiswertere China ausgelagert werden.
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