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Schweiz Klimapolitik sorgt für Schub bei klimaneutralen Neufahrzeugen

In Sachen Klimaschutz tut sich einiges. Auch in der Schweiz sollen in Zukunft drei Viertel aller Neuwagen klimaneutral fahren, wünscht sich der Verkehrs-Club Schweiz. So schnell sei das wohl nicht zu leisten, meinen allerdings die Schweizer Automobil-Importeure dazu.

Legende: Video Schub für klimaneutrale Fahrzeuge abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.10.2016.

Nach dem Klimagipfel von Paris Ende 2015 sollen mit der Einigung von Ruanda umweltschädliche FKW-Gase reduziert werden. Politisch tut sich beim Klimaschutz nun einiges.

Deutschland geht noch einen Schritt weiter und will in 15 Jahren Autos mit Benzin- oder Diesel-Motoren mit Elektro-Fahrzeugen ersetzen. Das fordern die Grünen in Deutschland und sie haben dafür parteiübergreifende Unterstützung.

VCS-Kampagnenleiter Martin Winder.
Legende: Martin Winder, VCS. SRF

Drei Viertel klimaneutrale Fahrzeuge

Auch in der Schweiz sollen in Zukunft drei Viertel aller Neuwagen klimaneutral sein, so stellt es sich der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) vor: «Das wäre nötig ist, um die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erreichen», sagt VCS-Kampagnenleiter Martin Winder.

Der VCS hat als Teil der Organisation Klima-Allianz-Schweiz einen ausführlichen Plan mit ehrgeizigen Zielen für den Verkehr ausgearbeitet. Bis 2030 sollen die Menschen mehr mit dem Zug, dem Tram oder dem Velo fahren.

Doch das ambitionierteste Ziel ist die Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schwiez. Es soll so viele klimaneutrale Neuwagen geben, dass der Gesamtausstoss auf 20 Gramm CO2 pro Kilometer sinkt. Das wäre sechsmal weniger als heute.

«Wenn dieses Ziel von 20 Gramm CO2 pro Kilometer kommt, würde das bedeuten, dass sich der Automobilmarkt in der Schweiz schneller wandelt, als er das bisher tut. Es würden mehr Elektroautos auf den Markt kommen», sagte Winder.

Andreas Burgener.
Legende: Andreas Burgener, Auto Schweiz. SRF

Autohändler glauben nicht daran

So schnell werden klassische Benzinfahrzeuge aber wohl nicht verschwinden. «Das ist Quatsch», sagt dazu Andreas Burgener, Direktor von Auto Schweiz, dem Verband der Schweizer Automobil-Importeure: «Das ist nicht vorstellbar und auch nicht umsetzbar zu vernünftigen Kosten.»

Vorwärts machen, wenn auch etwas langsamer, will aber auch Auto Schweiz: «Bei Neufahrzeugen ist es 2050 möglich, dass wir mit Wasserstoff oder mit elektrischer Energie fahren werden», so Burgener.

Die klassischen Benzinfahrzeuge werden also so schnell wohl nicht verschwinden. Doch die ehrgeizigen Ziele der Nachbarländer geben auch in der Schweiz Schub für klimaneutrale Fahrzeuge.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter (K. Räschter)
    Es ist immer wieder spannend zu lesen, wie plötzlich ganz viele Leute den Träumern des VCS (Verkehrs-Verhinderungs-Club Schweiz) alles glauben und nachplappern und dabei die normale Ökononie über Strom-Verbrauch und Strom-Erzeugung ausblenden. Ich bin auch für einen ökologischen Umgang mit Natur und Ressourcen. Aber sorry, alles was mit Akku's unterwegs ist; sei es Fahrräder, Autos, Mofas, Smartphones, usw. hat doch eine nicht zweifelsfreie Öko-Bilanz; ganz zu schweigen von den Akku-Abfällen.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Die Akkus die in Elektroautos verbaut werden haben schon heute eine längere Lebensdauer als das Auto selbst.
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    2. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      Aber nur wenn Sie die Lebensdauer des Elektroautos mit 8 - 12 Jahren veranschlagen, Herr Steiner. In Deutschland lebt ein normales Fahrzeug gemäss der Statistik über alle Marken im Durchschnitt 18 Jahre. Sie wissen, sowohl Produktion aus auch Entsorgung eines Autos sind eine hohe ökologische Belastung und sollten also tunlichst vermieden werden.
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    3. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Walter Starnberger, nur so zu ihrer Info: JEDES Auto besitzt eine Batterie, aber die grosse Mehrheit der Autos verpestet zusätzlich auch noch unsere Luft und aufgrund der Benzinmotoren sind wir auch massivst abhängig vom Ausland!!
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    4. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Thomas Steiner: Erzählen Sie keine Lügen. Eine Tesla-Batterie hält maximal 8 Jahre und dann muss das Auto aus Kostengründen weggeworfen werden. Ich selbst fahre derzeit einen 26jährigen Cadillac mit knapp 600'000km, meine Frau einen 21-jährigen Volvo mit 780'000km. Unser Subaru in den USA hat 830'000 Meilen auf dem Tacho.... und manche Oldtimer in unserer Garage (etwa ein britischer Morris) tun seit über 50 Jahren ihren Dienst.
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    5. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Thomas Steiner: 1974 schloss das letzte Schweizer Automobilproduktionswerk (GM Werk in Biel). Somit werden alle Autos, welche hierzulande immatrikuliert sind, im Ausland hergestellt. Ebenso kommen Lithium-Batterien, Steuermodule, etc. wie auch Werkstoffe wie Stahl, Aluminium etc.. aus dem Ausland. Also eine "Schweizer Selbstversorgung" mit Fahrzeugen ist nicht einmal mit Velos möglich.
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  • Kommentar von Markus Schedler (schedi)
    Es erstaunt mich immer wieder, wie schlecht die Leute informiert sind und trotzdem lauthals ihre Meinung kund tun. Informiert euch bitte besser über die Elektroautomobiliät, informiert euch über erneuerbare Energien. Wir sind bereits heute weiter als die meisten denken (z.B. lebt die Batterie länger als das Auto), wir könnten bereits heute mehr tun für erneuerbare Energien. Und technologisch wird noch einiges gehen. Und Eröl ist ja wohl auch nicht das Gelbe vom Ei, nicht vergessen!
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Das ist zwar sehr interessant, zumindest von der technischen Seite gesehen, und es ist dazu noch besonders leicht zu vermarkten weil das Auto per se ein Objekt der menschlichen Begierde ist. Trotzdem wäre es bei weitem sinnvoller die Verbraucher von fossilen Energieträgern im stationären Betrieb (Gebäudeheizungen, Klimaanlagen, Kohle- und Gaskraftwerke) zu ersetzen. Denn dort stellt sich viel weniger das unliebsame Problem der Batterien. Und wenn doch, dann wenigstens ohne sie herumzuschleppen.
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