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Schweiz Knipst Leuthard EU-Stromfirmen das Licht aus?

Strom könnte sich demnächst verteuern – es sei denn, die Schweiz und die EU einigen sich doch noch in einem Abkommen.

Nach dem Ja zur Masseneinwandungsinitiative hat die EU-Kommission die Verhandlungen über ein Stromabkommen mit der Schweiz auf Eis gelegt. Nun folgt die Retourkutsche aus Bern: «Kommen wir im Stromabkommen nicht weiter, werden wir uns überlegen, ob wir europäische Stromverkäufer für den Schweizer Markt zulassen wollen», sagt Bundesrätin Doris Leuthard der «Handelszeitung».

Der Ausschluss ausländischer Anbieter könnte Teil der Gesetzesvorlage über die zweite Strommarktöffnung sein. Der Bundesrat will die Vorlage im Sommer in die Vernehmlassung schicken. Das Stromabkommen werde man erst zum Abschluss bringen können, wenn die institutionellen Fragen mit der EU geklärt seien, sagt die Energieministerin. Bis dahin wird die Schweiz zum Drittstaat im europäischen Strombinnenmarkt, der ab nächstem Jahr in Kraft tritt.

«Die Schweizer Stromfirmen werden dann einen erschwerten Zugang zum europäischen Markt haben. Ohne Marktkopplung werden die Kosten im grenzüberschreitenden Handel für die Schweizer Stromfirmen steigen», sagt Bundesrätin Leuthard.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Jetzt sollte man wirklich Gas geben +die Produktion von eigenem Strom ermöglichen. Jetzt müssen Solar, Wind, Wasserenergie gefördert werden (nicht durch den Staat) die auf Eis gelegten "Pumpspeicherwerke" gebaut werden damit wir in ein paar Jahren selbständig + unabhängig von der EU +Russland usw sind.Mit unserem Strom können wir dann handeln wenn es nötig wird und mit rechten Dingen zugeht. Auf jeden Fall müssten wir uns nicht mehr erpressen lassen. Etwas teurerer Strom kann sich jeder leisten.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Weißenstadt
    Anscheinend wollen Schweizer Politiker der CH einen Bußgürtel verpassen. Trotzig laufen Geißler durchs Land.Stromanbieter aus dem Ausland sollen ferngehalten werden, was zur Stromverknappung und Verteuerung der Energiekosten führt, die dann der Helvetier auf den Buckel geladen bekommt. Dafür gibts dann auch noch heftigen Applaus. Der Hass auf die EU treibt seltsame Blüten in dem Exotenland CH. Na, da wird jetzt die EU, der schon die Knie schlottern, wenig gegen die "autarke" CH machen können.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Nun, zur Strom-Verteuerung wird es überall da kommen, wo man vom Atom-Strom weg will. Auch in Deutschland! Aber um die Kosten in Grenzen zu halten, setzt euer Gabriel weiterhin auf Braunkohle, statt auf Erneuerbare-Energien, was ja nicht sehr Umwelt freundlich ist & viele Menschen aus ihrer Heimat vertreibt, weil sie dem Abbau weichen müssen. Und da unser Land ja zügig zugebaut wird, haben wir viele Dächer für Solaranlagen!:-) Damit wären wir völlig unabhängig. Eine gute Alternative!
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  • Kommentar von Heiri Kugler, Udon Thani
    Das Land Baden-Würtemberg hat zum Strommarkt mit der Schweiz ganz andere Interessen als Brüssel. Warum wird das hier nicht thematisiert!? Übrigens: Es sind kaum 5 Jahre vergangen, da wurde uns Schweizern eine Strompreiserhöhung von bis zu 30% angekündigt - und was ist passiert!?
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