Zum Inhalt springen

Header

Nationalrat
Legende: Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats will die Höchstlöhne bei bundesnahen Betrieben begrenzen. Keystone
Inhalt

Bundesnahe Betriebe Kommission fordert Lohndeckel bei Kaderlöhnen

Die Chefs von Unternehmen und Anstalten des Bundes sollen nicht mehr verdienen als Bundesräte. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates will die Löhne deckeln.

Worum geht es? Geschäftsleitungsmitglieder von Unternehmen des Bundes sollen nicht mehr verdienen dürfen als ein Bundesrat. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats hat eine parlamentarische Initiative von Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL) gutgeheissen. Ist die Schwesterkommission des Ständerates einverstanden, kann sie eine gesetzliche Regelung ausarbeiten. Die Höhe gewisser Löhne von Kaderangestellten in bundesnahen Betrieben stiessen in der Bevölkerung auf Unverständnis, hält die Kommission fest.

Was wird genau gefordert? Die Kommission hat sich für differenzierte Lösungen ausgesprochen – je nachdem, wie weit die einzelnen Unternehmen dem Markt ausgesetzt sind. Leutenegger Oberholzer fordert mit ihrer Initiative «angemessene» Vergütungen. Das höchste Gehalt eines Geschäftsleitungsmitglieds soll aber das Bruttogehalt eines Bundesratsmitglieds nicht überschreiten dürfen. Dieses beträgt rund 475'000 Franken.

Gibt es weitere ähnliche Bestrebungen? Der Bundesrat beschränkte im November 2016 die Boni und die Nebenleistungen für die Chefs von Post, SBB, Skyguide, Ruag, Sifem und Identitas. Künftig dürfen die variablen Lohnanteile höchstens 50 Prozent des fixen Lohnes betragen. Die Generalversammlungen der Unternehmen können zudem künftig im Voraus eine Obergrenze für die Löhne des Verwaltungsrats, des Verwaltungsratspräsidiums und der Geschäftsleitung festlegen. Die Statuten sollen spätestens an den Generalversammlungen 2018 geändert werden.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Und womit wollen sie begründen, dass die Arbeit z.B. des SBB-Chefs jetzt ganz plötzlich nur noch die Hälfte ist?
    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Zu schnell getippt. Also richtig heisst es: Ganz plötzlich die Hälfte Wert ist.
    2. Antwort von Edi Steinlin  (stoni)
      Das muss nicht begründet werden, die SBB und die Post sind Monopolbetriebe und diese Leute bekommen unbegründet BONI. Bei den "Bänkern" nennt man das Abzocke !
  • Kommentar von Dölf Meier  (Meier Dölf)
    OK, ziehen weltweit alle Länder mit. Sonst die Schnapsidee des Jahres. Vergessen wir nicht die abzuliefernden Steuern.
  • Kommentar von Angela Keller  (kira)
    Es kommt einem vor als lebten wir noch im Mittelalter. Die Mägde, Knechte, Pächter zahlen ein Grossteil ihres verdienten oder erwirtschafteten Geldes an die Vögte und Herzoge, Graqfen etc. Heute wird der Grossanteil des erwirtschafteten Geldes der Normalverdiener für die Chefetagen und Kader und Konzerne abgesahnt. Die Mittelschicht bleibt auf der Strecke. Soziale Gerechtigkeit ade - trotz WEF ändert sich nichts.