Swissness bei der Milch Label für Schweizer Joghurt oder Schokolade

Die Schweizer Milchproduzenten spüren die ausländische Konkurrenz. Darum wollen sie jetzt ihre Produkte kennzeichnen.

In einer Sennere giesst ein Angestellter aus einem Krug frisches Joghurt in Becher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In dieser Sennerei entsteht Joghurt aus Schweizer Milch. Künftig soll das auf dem Joghurtbecher deutlich stehen. Keystone/archiv

  • Wurde das Joghurt wirklich mit Schweizer Milch gemacht? Diese Frage soll künftig ein Label auf der Packung beantworten.
  • Das Label, das die Schweizer Milchproduzenten dafür geschaffen haben, heisst «Swiss milk inside» und wurde jetzt registriert.
  • Die Massnahme ist eine Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland und den starken Franken.

Das Label soll für mehr Transparenz sorgen und die Austauschbarkeit von Schweizer Milch erschweren, so begründen die Schweizer Milchproduzenten die Schaffung dieses Labels.

«Konsumenten bezahlen gerne etwas mehr»

Neben konkurrierenden Produkten mit Milch aus dem Ausland macht der Branche auch der starke Franken zu schaffen. Schweizer Milch habe aber gegenüber der ausländischen Konkurrenz einen Mehrwert, für den Konsumenten bereit sind, einen Mehrpreis zu bezahlen, glauben die Milchproduzenten.

Label Swiss Milk Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aus Schweizer Milch gemacht – das garantiert dieses Logo. SMP

Label bereits eingesetzt

Das Label wird in begrenztem Umfang schon zeit gut zwei Jahren eingesetzt. Damals hatte die Nationalbank die Untergrenze für den Euro-Franken-Kurs aufgegeben. Es ist rundes, rot-weisses Logo mit dem Herkunftshinweis in englischer Sprache.

Schoggi mit rot-weissem Kleber

Jetzt haben die Milchproduzenten das Label registriert. Künftig wird beispielsweise auch Schokolade mit dem Label gekennzeichnet. Gespräche mit weiteren Interessenten sind laut den Milchproduzenten im Gang.