Lake Festival in Genf: Mit Betonblöcken gegen Terrorgefahr

Für Lastwagen- und Cars bleiben die Zufahrten zum Seegelände während des Lake Festivals in Genf versperrt. Die Rhonestadt reagiert damit auf den Anschlag in Nizza. Auch hinsichtlich der Zürcher Streetparade sind die Sicherheitsvorkehrungen auf die Terrorgefahr angepasst worden.

Während des Geneva Lake Festivals vom 4. bis zum 14. August gelten am Ufer des Genfersees verschärfte Sicherheitsbestimmungen für Lastwagen. Viele Strassen sind für LKWs gesperrt. Für dieses Regime hat sich die Genfer Polizei nach dem blutigen Anschlag in Nizza entschieden.

Bauarbeiter stellen in Genf mithilfe eines Krans einen Betonblock auf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kein Durchkommen für Camions während des Lake Festivals: Genf zieht Konsequenzen aus dem Anschlag in Nizza. Keystone

In der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag wurden 40 Betonblöcke an je zwei Tonnen auf den verschiedenen Zufahrtachsen zu den Strassen am Hafen aufgestellt. So ist den Camions der Weg versperrt.§

«Von den Leuten erwartet»

An den beiden Wochenenden werden die Ufer des Sees für den Verkehr komplett verriegelt sein. «Es entspricht einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung. Die Leute haben gesehen, was alles in Europa geschehen ist und erwarten von der Polizei Massnahmen», begründet Silvain Guillaume-Gentil, Sprecher der Kantonspolizei Genf die Massnahmen.

Es werden auch mehr Polizistinnen und Polizisten im Einsatz stehen als in den Vorjahren. Konkrete Hinweise auf einen möglichen Anschlag liegen nicht vor. Während dem zehntägigen Festival werden 1,2 Millionen Besucher erwartet, darunter eine grosse Zahl Touristen.

Streetparade nach Nizza

2:03 min, aus Schweiz aktuell vom 4.8.2016

Vorkehrungen auch an Streetparade angepasst

Mehrere hundertausend Besucher an einem Tag werden an der Streetparade in Zürich am Samstag in einer Woche erwartet. Die Stadtpolizei hält sich über konkret ergriffene Massnahmen bedeckt. Mediensprecherin Judith Hödl stellt aber klar: «Selbstverständlich gibt es einen Fokus auf die Terroranschläge, was Auswirkungen auf die Massnahmen hat, die man dieses Jahr plant.»

Auch das Aufgebot der Sicherheitskräfte sei auf die aktuelle Bedrohungslage angepasst worden: «Viele uniformierte und zivile Polizistinnnen und Polizisten werden im Einsatz stehen», so Hödl.

Auch über allfällige bauliche Massnahmen, wie sie in Genf in Form der Betonblöcke getroffen worden sind, schweigt die Stadtpolizei Zürich. Sie verrät aber: Auch diesbezüglich sei die Einsatzplanung angepasst worden.