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Legende: Audio Lehrermangel: Viele Stellen fürs nächste Schuljahr sind noch offen abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 25.06.2019.
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Lehrermangel spitzt sich zu Die Schweiz braucht mehr Lehrkräfte

An vielen Schulen sind auf Beginn des nächsten Schuljahres längst nicht alle Stellen besetzt. Vor allem im Kindergarten und in der Primarschule ist es schwierig, Lehrkräfte zu finden.

Es gibt zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Im Kanton Bern ist der Mangel besonders gross. Mitte Juni waren noch über 50 Stellen nicht besetzt. «In diesem Schuljahr bleibt es weiterhin angespannt», sagt Erwin Sommer, Vorsteher des Amtes für Kindergarten und Volksschule. «Wir hoffen, dass wir auf Beginn des Schuljahres diese offenen Stellen besetzen können.»

In diesem Schuljahr bleibt es weiterhin angespannt.
Autor: Erwin SommerAmt für Kindergarten und Volksschule

Bereits für das noch laufende Schuljahr musste Bern Studierende der Pädagogischen Hochschule einsetzen. In den Klassenzimmern stehen zum Teil also Personen, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben – eine Massnahme, die wohl auch nach den Sommerferien im kommenden Schuljahr 2019/20 nötig sein wird.

Pensionierte zurück ins Schulzimmer?

Allenfalls will Sommer auch auf pensionierte Lehrkräfte zurückgreifen: «Schliesslich haben wir über 70 pensionierte Lehrerinnen und Lehrer, die noch nicht 70 Jahre alt sind und die uns zugesichert haben, dass sie bereit sind, uns zu unterstützen, wenn es da noch offene Stellen geben würde.»

Auch im Kanton Zürich sieht der Notfallplan unter anderem den Einsatz von Pensionierten vor. Hier waren Mitte Juni noch mehr als 350 Stellen unbesetzt. Das sei aber nicht dramatisch, heisst es beim Zürcher Volksschulamt, letztes Jahr sei es ähnlich gewesen. Und in diesem Sommer gebe es sogar mehr als hundert zusätzliche Klassen auf Kindergarten- und Primarschulstufe.

Lehrermangel wird sich zuspitzen

Nicht nur in den Kantonen Zürich und Bern, sondern schweizweit wird es in den nächsten Jahren deutlich mehr Lehrkräfte brauchen. Beat Zemp, Präsident des Dachverbandes der Schweizer Lehrkräfte LCH, spricht von einer Zuspitzung: «Ich befürchte, dass es für die nächsten fünf Jahre wirklich dramatisch wird, weil wir einen historischen Höchststand bei den Schülerzahlen haben.»

Der Schweizer Oberlehrer Beat Zemp
Legende: Es benötige in den nächsten Jahren deutlich mehr Lehrpersonen, so Beat Zemp. Keystone

Im Jahr 2027 werde es 14 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler haben als noch heute – und das allein in der Primarschule, so Zemp. Gleichzeitig werden sehr viele Lehrpersonen pensioniert. Die Schweiz wird in den nächsten Jahren Tausende von zusätzlichen Lehrkräften benötigen.

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Nivard Wolfsgruber  (Nivi)
    Wer den LP 21 liest und versteht, ist entweder ein Nerd oder hat einen dreifachen Doktor. Wie soll man etwas umsetzen, das nicht lesbar ist? Warum werden unsere Lehrer mit enormen bürokratischen Hürden von ihrer Lehrtätigkeit abgehalten und schlicht überfordert? Warum sind die Klassen immer grösser als die erlaubten 20 Kinder? Warum bestrahlt man die Schulen mit WLAN, obwohl dieses nachweislich die Konzentrationsfähigkeit stark reduziert? Warum wurden gerade die musischen Fächer reduziert?
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    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Irgendwas mit Inhalt zum Thema? Das böse WLAN aber jeder Schüler hat ein Handy dass mehr strahlt
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    2. Antwort von Ellie Konstantin  (Elliekon)
      also ich würde schon erwarten, dass jemand, der Kinder unterrichten, sowas wie z.B. das hier versteht: https://lu.lehrplan.ch/index.php?code=b|1|11
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Man kann halt nicht bei der PFZ JA sagen und das wars dann. Wohl nicht weit genug gedacht, unsere Politiker. Total die Begleitmassnahmen verschlafen, nicht gerüstet gewesen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Offensichtlich wird es einfach nicht geduldet, wenn man erlebte Gespräche mit vorzeitig in Pension gegangenen Lehrer hier zum Thema einbringen will: Darum halt nochmals: Die Hauptgründe, warum bald niemand mehr den Lehrerberuf ausüben will, sind laut Gesprächen unter 4 Augen: In vielen Klassen sind von 24 Kinder bloss noch 2-3 Einheimische Schüler(innen), immer mehr Terror und sogar Angriffe auf Lehrer durch schlechte Schüler und viele Eltern nehmen nie an einem Elternabend mit dem Lehrer teil!
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    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Märchenstünde vom rechtesten Rand. Wo genau in welchen Klassen soll dies so sein? Oder ist dies eine von Glarners perfiden Lügen?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Je wahrer und realistischer (und belegbarer) eine negative Meldung über Zustände in der heutigen globalisierten Welt ist, desto verunglimpfender reagieren all jene, die vor solchen Fakten den Kopf ganz "tief in den Sand strecken"! Herr Fretz, in Biel, Baden, Aarau, Neuenburg, Basel, Lausanne , Bex, Renens oder Genf gibt es viele, solche beschriebene Klassen. Es sind keine Märchen vom "rechtesten Rand"! Wer Fakten beim Namen nennt, ist nicht automatisch fremdenfeindlich, aber realistisch!
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