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Schweiz Leuthard: «Wasserkraft ist die beste Energie, die wir haben»

Doris Leuthard will die Konsumenten selber über ihren Strommix entscheiden lassen. Wasserkraft hält sie für ideal. Soll man diese subventionieren? Der Nationalrat strebt das an. Bundesrätin Doris Leuthard nimmt dazu Stellung in der «Samstagsrundschau».

Doris Leuthard lächelnd mit einer Hand am Kinn
Legende: Für oder gegen die Subventionierung von Wasserkraft? Doris Leuthard und der Bundesrat wollen sich noch positionieren. Keystone

Ab 2018 sollen die Konsumenten frei über ihren Strommix entscheiden können. Für Bundesrätin Doris Leuthard ist der Konsument dabei der grosse Gewinner, wie sie in der«Samstagsrundschau» erklärt.

«Es gibt für einige Konsumenten, die Möglichkeit weniger zu zahlen.» Der Vorteil aus ihrer Sicht sei, dass der Konsument nicht wechseln muss. «Man kann beim sogenannten Grundversicherungsmodell bleiben, kann aber auch in den freien Markt wechseln und auch wieder retour.»

Stromdiskussion in der Wintersession

Es gehe auch um die freie Wahl der Stromart. «Wasserkraft ist die beste Energie, die wir in der Schweiz haben», sagt die Bundesrätin. Diese sei sauber und einheimisch vorhanden.

Der Nationalrat will das Thema Subventionierung der Wasserkraft in der Wintersession diskutieren. «Die Wasserkraft zu subventionieren, sei ergiebiger als Photovoltaik und Wind», erklärt Leuthard.

Einschränkend erklärt sie: «Ich habe Verständnis für das Parlament. Die Situation ist einfach nicht erfreulich für neue Investitionen in die Gross-Wasserkraft. Wir haben noch einen Auftrag mit den Kantonen wegen der Wasserzinsen. Das werde ich noch machen, bevor wir uns definitiv positionieren», ergänzt die Energieministerin.

Integration in den europäischen Strommarkt

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die importierte Energie. Angesprochen auf importierten Kohlestrom aus Deutschland werde eine Besteuerung von fossiler Energie diskutiert. Die sei Bestandteil der Energiestrategie.

Am europäischen Strommarkt wolle man aber teilnehmen. Der Bundesrat strebe deshalb ein Stromabkommen an, dass wir in den europäischen Strommarkt integriert werden, sagt sie. Ab Januar 2015 werde der Realität. «Wenn wir da nicht dabei sind, wird der Strom zwar fliessen, aber wir werden höhere Preise zahlen müssen. Deswegen wollen wir Bestandteil dieses Strommarktes werden. Elf Prozent des europäischen Stromhandels fliesst durch die Schweiz und deshalb brauchen wir eine Entschädigung und deshalb braucht es ein Abkommen, das uns das sichert.»

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Wenn die Klimaerwärmung zu nimmt, dann könnte die Luft mehr Feuchigkeit aufnehmen und in den Alpen zu vermehrtem Niederschlag führen. So gesehen hätte Frau Leuthart Recht. Nur mehr Niederschlag bedeutet auch ein vermehrtes Unterspühlen von Strassen, Geleisen, Murenniedergängen, Steinschlag usw. Wer bezahlt diese Schäden? Und wie kommen die Nachbarstaaten zu ihrem sauberen Strom ohne technologische Unterstützungen? Bin dafür, dass Gewinne aus dem Energiesektor verstaatlicht werden.
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Ich habe augenblicklich etwas den Verdacht, dass Doris National unter "Wasserkraft" auch Atomkraftwerke versteht, schliesslich arbeiten diese mit viel Wasser und Dampf... Anders kann ich mir den Schuss in des Volkes Rücken bezügl. Laufzeiten von AKWs nicht vorstellen. Helft der Frau...!
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  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    Wir kriegen keinen billigeren Strom dafür zapft die EU unser Wasser ab und das wird ungemütlich. Die Politiker haben uns bis jetzt nur angelogen wen es hiess es werde nicht teurer oder es kämen nicht oder Verkehr nehme nicht zu immer die gleichen Vorspiegelungen falscher Tatsachen und die Schweizer zahlen immer mehr.
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