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Schweiz Logiernächte: Rückgang nur minim – dank asiatischer Touristen

Die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels ging im ersten Halbjahr trotz Frankenschock um lediglich 0,6 Prozent zurück. Besonders Touristen aus Europa blieben fern – vielversprechend läuft hingegen das Geschäft mit asiatischen Gästen. Daran wolle man anknüpfen, so Schweiz Tourismus.

Legende: Video «Touristen aus Asien retten Hoteliers in der Krise» abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.08.2015.

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses haben die Schweizer Hotels wie erwartet einen Rückgang bei den Übernachtungen hinnehmen müssen. Allerdings fällt dieser noch relativ moderat aus. Laut aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik sank die Zahl der Übernachtungen um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahressemester. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 17 Millionen Logiernächte gezählt, 109'000 weniger als vor einem Jahr.

Legende: Video ««Kurzentschlossene dank schönem Sommer»» abspielen. Laufzeit 1:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.08.2015.

Damit hat die Frankenstärke seit Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die SNB im Januar noch nicht mit voller Wucht durchgeschlagen. Allerdings hatte das Forschungsinstitut BAKBasel bereits im April prognostiziert, dass der teure Franken der hiesigen Hotellerie erst 2016 in grösserem Ausmass zusetzen werde. Dann solle die Wertschöpfung um 1,7 Prozent zurückgehen.

Für heuer hatte das Institut einen Wertschöpfungsrückgang von 0,7 Prozent vorausgesagt. «Dank des tollen Wetters wird der Nachteil des Wechselkurses wenigstens ansatzweise wettgemacht», räumt auch Christoph Juen, Geschäftsführer von Hotelleriesuisse ein.

Mehr Schweizer Gäste

Jene Gäste, die bereits heuer weg blieben, stammen vor allem aus dem Ausland. Bei ihnen sank die Nachfrage um 1,9 Prozent, während die Zahl der Übernachtungen von Schweizer Gästen gar um fast 1 Prozent stieg.

Besonders deutlich machte sich der starke Franken bei den Gästen aus Europa bemerkbar. Hier sank die Zahl der Übernachtungen um 8 Prozent. Aus Deutschland übernachteten gar über 9 Prozent weniger Gäste in Schweizer Hotels.

«Neue Produkte für Asien»

Negative Auswirkungen auf die Schweizer Hotellerie hatten neben dem starken Franken auch die Ukrainekrise und deren politische Auswirkungen. Bei den Gästen aus Russland brachen die Übernachtungen um beinahe einen Drittel ein.

Dagegen machten die Asiaten einen Teil des Rückgangs wett. Die Zahl der Übernachtungen von Asiaten stieg um 16,1 Prozent. Aus China nächtigten gut 30 Prozent mehr Gäste in Schweizer Hotelbetten als noch im ersten Halbjahr 2014. Und auch Inder und Thais reisten vermehrt in die Schweiz.

Im asiatischen Raum werde man denn auch künftig eher mehr investieren, sagt Daniela Bär von Schweiz Tourismus gegenüber der «Tagesschau». Grundsätzlich finde in Asien eine Verschiebung von Gruppen- hin zu Individualreisen statt. «Dieses Segment werden wir weiter fördern.» So werde man unter anderem neue Angebote in den Bereichen Kultur, Wandern und Biken für den asiatischen Markt lancieren.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    C.Volken, Zermatt / .. Richtigi Antwort anu Björn Christen, Bern ! - es git halt immer wieder Liit, wo key Ahnig hent - Grüess ;-) wennsch z'Zermatt < Schnudernasa > hent, so hensch im " Flachland " Lungenentzindig.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    So, jetzt habt ihr zum wiederholten mal vergeblich gejammert, ihr Tourismus-Grännis. Und schon jammert ihr wieder weiter - jetzt kommt der grosse Absturz halt erst 2016. Und wenn er dann wieder nicht kommt, kommt er bestimmt im folgenden Jahr. Aber Hauptsache gejammert.
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    1. Antwort von C.Volken, Bern
      Herr Christen,gerade Sie als Flachländer sollten froh sein,wenn der Tourismus in der Schweiz gut läuft. Denn wenn nicht,könnten Sie es im Flachland noch kräftig zu spüren bekommen,wenn in den Bergen die Lichter aus gehen. Dann werden nämlich all die Menschen,auch viele Schweizer! die in der Schweiz vom Tourismus abhängig sind,zu euch ins Flachland ziehen müssen und dort Arbeit und Wohnung suchen.Und das sind Hunderttausende und im Angesicht des Bevölkerungswachstums,eine unmachbare Sache!
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  • Kommentar von Richard Kolin, Zug
    Mit den Arabern liesse sich bestimmt noch was machen, insbesondere in den Hochsommermonaten, in denen es rund um den Persischen Golf beinahe unertraeglich heiss ist und die Menschen versuchen, der Hitze zu entkommen. Die A330 der Swiss, die gestern aus Dubai kommend in Kloten landete, war grob geschaetzt zu 2/3 mit Arabern besetzt.
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    1. Antwort von C.Volken, Zug
      Das waren genau unsere Gäste,welche nun bei uns Ferien machen... Liebe Grüsse aus Zermatt..
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