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Schweiz Mangelnde Transparenz bei MeteoSchweiz

Im Beschaffungswesen von MeteoSchweiz liegt einiges im Argen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat erhebliche Mängel bei der Transparenz und den Beschaffungsverfahren festgestellt.

Zwei Frauen schauen Meteo-Bildschirm an.
Legende: MeteoSchweiz muss gemäss EFK ihre Beschaffungsprozesse verbessern. Keystone/symbolbild

Bei MeteoSchweiz gibt es laut einem Bericht der eidgenössischen Finanzkontrolle mehrere Probleme. Diese beginnen bei der internen Organisation.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) hat zwar ein Organ mit dem Namen Interne Beschaffungskoordination (iBK). Diese Stelle hat aber rein beratende Funktion. Über Weisungskompetenz verfügt die iBK nicht. Es gibt auch keine Pflicht, sie bei Beschaffungen beizuziehen.

Das führte dazu, dass die Beschaffungskoordination häufig erst aufgrund der wöchentlichen Zahlungslisten von Beschaffungen erfuhr, wie die Finanzkontrolle bei ihrer Überprüfung feststellte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Geschäfte oftmals bereits abgewickelt. Nicht alle entsprachen den gesetzlichen Vorgaben.

Dossiers nicht vollständig

Bei 9 von 31 geprüften Geschäften stellte die EFK eine fragwürdige Aufteilung fest. Aufträge seien jahrelang gesplittet und immer wieder knapp unter dem Schwellenwert vergeben worden. «Das deutet auf stetiges und teilweise wohl bewusstes Umgehen von Schwellenwerten hin», heisst es in dem Bericht. Dieser liegt für Lieferungen und Dienstleistungen bei 230'000 Franken.

Probleme ortete die EFK auch bei der Transparenz. Keines der gesichteten Dossiers sei vollständig gewesen, schreibt sie. Notwendige Unterlagen hätten gefehlt und hätten daher auch nicht geprüft werden können. Bei vorliegenden Dokumenten habe es teilweise grosse Mängel gegeben. Ausserdem fehlten in den Dossiers Verträge, Pflichtenhefte oder Evaluationen, so dass Geschäfte und Ausgaben teilweise nicht nachvollziehbar waren.

Offenes Ohr für Empfehlungen

Aufgrund dieser Befunde richtet die EFK insgesamt acht Empfehlungen an die Adresse von MeteoSchweiz. Im Vordergrund stehen klare Verantwortlichkeiten: Das Beschaffungswesen mit dem fachspezifischen Know-how müsse für die rechtskonforme Abwicklung der Beschaffungen verantwortlich gemacht werden, heisst es im Bericht. Zudem müssen die Zuständigkeiten für jede einzelne Phase des Beschaffungsprozesses geregelt werden.

Dafür hat die EFK bei MeteoSchweiz ein offenes Ohr gefunden. In seiner Stellungnahme sichert das Bundesamt insbesondere zu, die Zuständigkeit der iBK zu stärken. Das Organ, dessen Aufgaben und Verantwortlichkeiten von der Geschäftsleitung festgelegt werden sollen, müsste künftig bei Beschaffungen zwingend beigezogen werden.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Flatt (Darum...)
    Ich finde es himmeltraurig, wie die Staatlichen Stellen mit den Finanzen umgehen und bei Nachlässigkeit wird niemand zur Rechenschaft gezogen! Es wäre nötig, die Schrauben endlich anzuziehen!
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Als Energiefachmann bin ich Kunde bei MeteoSchweiz (1. als Daten-Abonnent für ein vierteljährliches Solarstrahlungs-Bulletin; 2. als gelegentlicher Messreihen-Bezüger für Fachpublikationen). Ich war und bin mit den Dienstleistungen von MeteoSchweiz stets 100% zufrieden: Zuverlässige Daten zu einem bezahlbaren Preis. - Klar muss sich MeteoSchweiz als staatliche Organisation an gewisse Vorgaben halten. Ich hoffe aber doch, dass die Kontrollinstanzen MeteoSchweiz nicht zu Tode "juristifizieren"!
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