Abgas-Beschiss bei Brummis Manipulierte Lastwagen im Visier

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Tricksende Lastwagenfahrer

3:34 min, aus 10vor10 vom 20.4.2017

Astra, Bafu, Auto-Schweiz und Astag wollen gemeinsam gegen so genannte «AdBlue-Manipulationen» vorgehen. Manipulierte Lastwagen und Cars sollen bei Kontrollen schneller ausfindig gemacht werden. Diese haben Illegal im Bordsystem eingebaute Geräte, die Fehlermeldungen wegen nicht funktionierender Abgasreinigung unterdrücken.

Bisher sind in der Schweiz rund 100 manipulierte Lastwagen beanstandet worden. Alle stammten aus dem Ausland, meist aus Osteuropa und Italien. Das soll nun ein Ende haben. Somit wären Schweizer, die ihre Lastwagen vorschriftsgemäss mit AdBlue ausstatten, nicht mehr im Nachteil. Manipulierte Lastwägen sind zudem ein ökologisches Problem: Ihre Abgase haben schädliche Auswirkungen auf die Umwelt.

AdBlue zersetzt die schädlichen Stickoxide

Laut EU-VI-Norm verfügen Lastwagen und Cars mit Dieselmotoren über eine Abgas-Nachbehandlung mit AdBlue-Einspritzung. Die Flüssigkeit kann man an Tankstellen tanken. Sie besteht zu einem Drittel aus Harnstoff und zu zwei Dritteln aus destilliertem Wasser. Sie zersetzt rund 90 Prozent der schädlichen Stickoxide zu Wasser und Stickstoff.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Neuer Abgas-Skandal: Der grosse Bschiss bei den Lastwagen

    Aus Kassensturz Espresso vom 14.2.2017

    «Kassensturz» deckt auf: Viele Lastwagen auf Schweizer Strassen sind wahre Dreckschleudern. Sie stossen zu viel Stickoxid aus. Verdeckte Aufnahmen belegen: Lastwagenfirmen manipulieren die Abgasreinigung ihrer Fahrzeuge. Die Transportunternehmen bereichern sich damit auf Kosten der Umwelt und der Staatskasse – denn sie umfahren die Schwerverkehrsabgabe LSVA.

  • AdBlue

    Aus Tacho - das Automagazin vom 9.10.2016

    Viele neuere Dieselfahrzeugen haben einen zweiten Tankdeckel. Sie verwenden AdBlue, um den Ausstoss von giftigen Stickoxiden zu reduzieren. Wir zeigen, was hinter diesem Zusatzstoff steckt.