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Markus Somm
Legende: Bleibt bei der «Basler Zeitung»: Markus Somm. Keystone
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Schweiz Markus Somm will nicht NZZ-Chefredaktor werden

Markus Somm wird nicht Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Er bestätigte in einer Mitteilung, dass er für den Posten angefragt worden sei – sich aber dagegen entschieden habe.

Markus Somm, Chef der «Basler Zeitung», will nicht zur «Neuen Zürcher Zeitung» wechseln. Somm war als Nachfolger von «NZZ»-Chefredaktor Markus Spillmann im Gespräch. Dessen Rücktritt auf Ende Jahr war am Dienstag bekanntgegeben worden.

Er «bestätige, dass Gespräche zwischen mir und der Führung der NZZ Mediengruppe stattgefunden haben», teilte Somm mit. Es sei um die Neubesetzung der «NZZ»-Chefredaktion gegangen. Er habe «nach reiflicher Überlegung» beschlossen, er wolle seine Tätigkeit als Chefredaktor und Verleger bei der «BaZ» unverändert weiterführen.

In einem Mail an die Mitarbeitenden der «BaZ» bedankte sich Somm «für Eure Loyalität und Nervenstärke, die Ihr in diesen unruhigen Tagen bewiesen habt».

Audio
Etienne Jornod - Drahtzieher bei der NZZ
04:13 min, aus Echo der Zeit vom 15.12.2014.
abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.

Gerüchte schossen ins Kraut

Mit dem Bekanntwerden von Spillmanns Rücktritt war das Gerücht aufgekommen, der Verwaltungsrat werde Somm zum Nachfolger wählen. Dies rief weit herum Empörung und Besorgnis hervor: Befürchtet wurde, dass die traditionell der FDP nahestehende Zeitung der SVP ausgeliefert werden sollte. Somm ist selbst zwar FDP-Mitglied, steht aber der SVP und Christoph Blocher nahe.

Exponenten der FDP meldeten sich übers Wochenende zu Wort, und auch innerhalb der «NZZ»-Redaktion regte sich Widerstand.

Audio
«Die NZZ-Redaktion hat immer ein Mitspracherecht gehabt»
04:55 min, aus Echo der Zeit vom 14.12.2014.
abspielen. Laufzeit 04:55 Minuten.

Spillmann geht in zwei Wochen

«NZZ»-Chefredaktor Spillmann verlässt die Zeitung Ende Jahr. Hinter dem Abgang stehen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Gruppe ihre publizistische Leitung im Geschäftsbereich NZZ neu organisieren soll. Zu diesem Geschäftsbereich gehören die «Neue Zürcher Zeitung», die «NZZ am Sonntag» und das Onlineportal nzz.ch.

Bis eine definitive Nachfolge für Spillmann gefunden ist, leiten die drei stellvertretenden Chefredaktoren René Zeller, Luzi Bernet und Colette Gradwohl die «NZZ»-Redaktion interimistisch.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Hunziker , 4456 Tenniken
    Da bin ich mit ihm einig. Ich will (ihn) auch nicht!
  • Kommentar von Marlies Artho , Schmerikon
    Was ist der Grund,für all diese Verunglimpfungen, über Blocher, Somm und SVP. Wieso glaubt man, immer alles genau zu wissen und dies dann noch quasi als Wahrheit verkaufen möchte?Wem bringt diese Art von Verunglimpfung etwas?Wieso wird man bei der NZZ nervös?Wäre es nicht an der Zeit, dass man sich überlegen sollte, wie man friedlicher miteinander umgehen soll. Zusammenhalt fördern und mitwirken um ein Zeichen zu setzen, dass alle Parteien (inkl. SVP) und Meinungen in der Schweiz Platz haben.
    1. Antwort von Ursula Schüpbach , Biel/Bienne
      Christoph Blocher und Konsorten sind dermassen raumergreifend, dass es da kaum Platz für andere hat. Also verlässt man entweder den Raum oder befördert sie selbst aus dem Raum. Niemand muss sich von denen zutexten lassen in der Schweiz.
    2. Antwort von Albert Planta , Chur
      Ich würde es ausserordentlich bedauerlich finden, wenn in der Schweiz das liberale Gedankengut durch das Nationalkonservative ersetzt würde. Die Nationalkonservativen wollen auf biegen und brechen expandieren. Der Herrliberger verspürt schon Torschlusspanik.
    3. Antwort von Christa Wüstner , Reinach
      Der Grund ist, die NZZ hat es oft gewagt, Blocher zu kritisieren . Wäre Somm zur NZZ gegangen, hätte er das verhindert. Ich vermute, hier hat Blocher sehr nachhelfen wollen. Durch die starken Proteste, musste Somm einfach den Rückzieher machen. Vielleicht erfahren wir in den nächsten Tagen noch einige Hintergründe. Das ist meine pers. Meinung.
    4. Antwort von Marlies Artho , Schmerikon
      Danke allen für die Antworten,nur leider fehlt mir der Glaube,dass alles nur auf Ch.B. fallen kann.Wieso lässt man Kritiker der rechten Seite nicht zu, gilt die Kritik von euch nur an rechts.Glaubt Ihr wirklich,so erhaben zu sein,um alles richtig zu machen.komisch nur man bemüht sich Ausländer zu integrieren und mit einzubeziehen, aber die SVP will man liquidieren das kann doch nicht sein. Es braucht keine Rechte und keine Linke Übermacht, sondern eine ausgeglichene Politik wo alle dazu gehören
    5. Antwort von Ursula Schüpbach , Biel/Bienne
      Mit falscher Harmonie kann ich nichts anfangen. Zudem arbeite ich nicht bei der NZZ. Dass sich Journalisten aber gegen diese extreme SVP-Vereinnahmung wehren, verstehe ich gut. Die nervte mich auch schon oft in der CH-Politik. Diese Arroganz und Überheblichkeiten von Christoph Blocher und Konsorten dauern schliesslich schon seit vielen Jahren. Da nützt es auch nicht, wenn man meint, das sei alles weg, wenn man einen Deckel drüber hält und von anderen Toleranz im Namen des "Friedens" fordert.
    6. Antwort von Marlies Artho , Schmerikon
      U, Schüpbach Falsche Harmonie möchte ich auch nicht,aber Respekt vor einander und nicht nur alles negieren.Sie nervt die SVP,andere nervt die SP,man sollte nur nicht alle in den gleichen Topf werfen.Was mich stört,ist der Umgang allgemein.Zuhören und evaluieren kann man vielleicht heute nicht mehr,man greift vorher in die "Unterstellungskiste" will etwas wahr haben,oder verdreht das ganze so,dass aus einer Mücke einen Elefanten entsteht.Berichte die der Wahrheit entsprechen wären wünschenswert
    7. Antwort von Thomas Eigenmann , Dietikon
      In der Unterstellungskiste und im verdrehen ist die SVP und Blocher "Weltmeister".......
    8. Antwort von Marlies Artho , Schmerikon
      Thomas Eigenmann Da ich unabhängig bin von einer Partei,finde ich, dass weder SVP,noch SP sich etwas vormachen kann.Leider stellte ich fest,dass vieles aus dem Ruder fällt,in dem man immer wieder sich gegenseitig beschuldigt, mein "Wunsch" wäre,versuchen mit etwas Verständnis zu agieren und gewisse Probleme nicht einfach ignorieren, eher mit der Wahrheit umgehen und versuchen gegenseitig sich zu "verstehen". Der heutige Umgang, ist für mich unverständlich auch fehlt die Vorbild
  • Kommentar von Willy Boller , Selevac
    BRAVO Herr Somm. Dies ist einer Ihrer besten Entscheide seit langer Zeit!!!