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Schweiz Masseneinwanderung: Grosse Schweizer Städte wollen mitreden

Sie wollen unbedingt mitreden können bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative: Die grossen Schweizer Städte. Und sie begründen das damit, dass ihre Wirtschaft auf Arbeitskräfte aus der EU dringend angewiesen ist. Mit einem Brief an den Bundesrat machen die Städte jetzt ihrem Ärger Luft.

Legende: Video «Kurt Fluri hofft auf einen Dialog» abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Vom 14.02.2014.

Das Schreiben unterzeichnet haben die Städte Genf, Lausanne, Biel, Bern, Solothurn, Luzern, Basel, Winterthur, Zürich und St. Gallen. Das zeigen Recherchen der «Tagesschau». Diese zehn Städte haben die SVP-Initiative letzten Sonntag mit durchschnittlich über 64 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

Im Brief schreiben die Stadtpräsidenten, dass sie das Abstimmungsergebnis zur Masseneinwanderungsinitiative mit grosser Besorgnis zur Kenntnis nehmen. Selbstverständlich respektiere man den Volksentscheid.

Städte brauchen ausländische Fachkräfte

Die Städte würden wesentlich zum Wohlergehen des ganzen Landes beitragen. Sie müssten deshalb in die Umsetzungsarbeiten zur Masseneinwanderungsinitiative von Anfang an miteinbezogen werden. Die Interessen der städtischen Bevölkerung und der urbanen Ballungsräume müssten gewahrt werden.

Der Stadtpräsident von Solothurn, Kurt Fluri, hofft, dass der Bundesrat die Städte ernst nehmen wird. «Die Städte brauchen in ihren Wirtschaftsbetrieben und Verwaltungen weiterhin ausländische Fachkräfte.» Er pocht auf einen Dialog mit den umsetzenden Behörden.

Bundesrat will Antworten liefern

Legende: Video «Johann Schneider-Ammann will bald Antworten liefern» abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Vom 14.02.2014.

Eine Reaktion kommt bereits von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Der Bundesrat mache sich jetzt an die Arbeit und werde Lösungen präsentieren. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft müssten sich weiterhin positiv entwickeln.

Vom Engagement der Städte nimmt er im Interview mit der «Tagesschau» «gerne Kenntnis». Der Bundesrat sei aber nicht nur von den Städten aufgefordert worden. «Wir werden den Städten – aber nicht nur den Städten – bald entsprechende Antworten geben zu den bestmöglichen Lösungen.»

78 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Telmo, Freienbach
    Ich möchte gerne lesen, was im betreffenden Brief geschrieben steht. Wo kann man ihn einsehen? Ich hoffe, die paar Stadpräsidenten haben keinen Geheimzirkel gegründet, der sich gegen demokratische Entscheide der Schweiz richtet.
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  • Kommentar von A. Tschümperlin, Zürich
    Ich bin für eine Kontigentierung gegen die wachsenden stätischen Links-EXTREMEN!!!
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    1. Antwort von S.Röthlisberger, Aargau
      Seien sie das. Aber nicht jeder, der nicht konservativ ist ist ein Linker und nicht jeder Linke ist automatisch ein Extremist. Sonst könnte ich ja auch sagen jeder der SVP wählt müsse ein braunes Hemd tragen. Das sich die Interessengruppen jetzt in Stellung bringen ist ja wohl normal. Jeder will für sih das Maximum herausholen.
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  • Kommentar von Hans Hallre, Kölliken
    All jene die die hier nun ein Stadt-Land-Kontingentsystem befürworten, sollten abgewählt werden. Sie zeigen uns nur wie dilettantisch. Die meisten Leute hier arbeiten in Ballungszentren und leben auf dem Lande. - Da wäre ein System wonach die Kontingente konkret mit dem Steuern, die die betreffenden zahlen korreliert wird, weit intelligenter. - Wer mehr Steuern bezahlt, soll auch mehr Kontingente bekommen.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Das wären dann eben ländliche Gemeinden, die mit "Ja" gestimmt haben!:-) Wo jetzt ja die Stadt Zürich Steuern senken will!
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