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Schweiz Massnahmen gegen «Raschelsäckli» zeigen Wirkung

Ab heute kosten die kleinen Plastiksäcke bei der Migros fünf Rappen. Und auch bei Coop sind sie bald nicht mehr umsonst. Die Detailhändler haben die Gebühr auf Druck der Politik eingeführt – und die Massnahmen zeigen offenbar Wirkung.

Eine Person hält gefüllte weisse Plastiksäcke in der Hand.
Legende: Die Gebühr für die Raschelsäcke kommt offenbar bei der Kundschaft gut an. Keystone / Archiv

Bei Coop und Migros verzichten Kunden nach dem Einkauf mehrheitlich auf einen Einwegplastiksack, wenn dieser fünf Rappen kostet. Sie akzeptieren die neue Massnahme der Kostenpflicht als Beitrag zum Umweltschutz.

Bei Coop wurde die Kostenpflicht bereits vergangene Woche testweise bei zehn Filialen in Zürich eingeführt. «Die Abgabemenge der Plastiksäckli hat sich dort um rund 80 Prozent reduziert,» sagte Ramón Gander, der Mediensprecher von Coop, am Dienstag auf Anfrage.

Positive Reaktionen

Die Mehrheit der Kunden habe positiv auf die Neuerung reagiert. «Entweder fanden sie die Massnahme eine gute Sache oder sie verzichteten darauf, einen Plastiksack zu nehmen.» Bis im Frühling 2017 sollen die Raschelsäcke in allen Coop-Filialen kostenpflichtig sein.

Bereits schweizweit kostenpflichtig sind die Plastiksäcke ab dem 1. November bei der Migros. Nach den ersten paar Stunden teilte Luzi Weber, der Mediensprecher der Migros, auf Anfrage mit, dass auch die Migros-Kunden die neue Kostenpflicht gut aufgenommen hätten.

Zielsetzung erreicht

«Einige Kunden fragten beim Kassenpersonal zwar nach, wieso es keine Gratissäckchen mehr gäbe. Die meisten Kunden äussern sich aber positiv und anerkennen die Massnahme als Beitrag zum Umweltschutz», teilte Weber mit. Die neuen Plastiksäcke werden sowohl bei Coop als auch bei Migros aus Recycling-Plastik hergestellt.

Gemäss Coop-Sprecher Gander erfüllen diese ersten Resultate beim Verbrauch die Zielsetzung aus der Branchenvereinbarung des Detailhandels. Diese sieht vor, dass der Verbrauch der Gratis-Plastiktüten bis Anfang 2018 um 80 Prozent reduziert werden soll. Für das Abpacken von Früchten und Gemüse beispielsweise sollen jedoch weiterhin Plastiksäcke zur Verfügung stehen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Die graphisch so hässlich gestalteten "Polentaschen", die man dafür nun für stolze 2 Franken in den Läden erwerben kann, haben dafür ein verstärkendes Kunststoff-Mischgewebe zwischen zwei dicken Lagen Plastikfolie. Materialmenge mindestens wie 20 Raschelsäcke. Nach 20 maligem Gebrauch sind auch diese verbraucht und sind sicher kaum umweltgerechter zu entsorgen als die Raschelsäcke. Den ökologischen Vorteil wage ich zu bezweifeln.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Das einzige was wirkt ist Sie zu Verbieten. Im Moment wirkt das mit den 5 Rappen. Doch in 6 Monaten sieht das anders aus. In Spanien zahlt man 3 Cent, die Spanier haben weniger Geld zu Verfügung und trotzdem sieht man das fast alle solche Plastiktüten haben. Ich verstehe den Blödsinn nicht das man gegen Geld die Umwelt zerstören darf, wie krank ist das? Wenn etwas der Umwelt schadet gehört es Verboten, eigentlich ganz einfach. Doch der Mensch macht daraus eine Wissenschaft.
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    1. Antwort von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
      Jeder Mensch schadet der Umwelt alleine schon durch seine Existenz, also gehören auch Sie und ich verboten? Oder gilt das erst ab einem gewissen Grad an Schädigung, welchen der Einfachheit halber Sie bestimmen? Also ich handle in Vielem sehr umweltbewusst, verzichte dafür auch gerne mal auf was. Gerne benutze ich für kleine Einkäufe auch mal Plastiksäckchen. Niemals käme ich auf die Idee, meine Art "seinen Beitrag zu leisten" für besser zu halten geschweige denn anderen aufzwingen zu wollen.
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  • Kommentar von Heinz Biedermann (Heinz)
    Eigentlich ein Armutszeugnis für Migros und Coop. Die eingewanderten Billigdiscounter geben schon lange keine Gratissäckli mehr ab. Dort muss man Mehrfachtaschen kaufen. Die Generation M sollte mal bei den Anderen besser abkupfern.
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