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Sommaruga lanciert Agenda Mehr Flüchtlinge sollen arbeiten

Legende: Audio Sommaruga macht Druck auf Kantone abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
01:39 min, aus HeuteMorgen vom 19.06.2017.
  • Bund und Kantone wollen bis Ende Jahr definieren, wie Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können.
  • Das Justiz- und das Wirtschaftsdepartement sowie drei kantonale Regierungskonferenzen sollen dazu eine «Intergrationsagenda» erarbeiten. Das Thema dürfte auch an der nationalen Integrationskonferenz am Montag im Berner Kursaal zur Sprache kommen.
  • Strittig ist unter anderem die Finanzierung. Die Kantone wollen mehr Geld vom Bund. Bundesrätin Simonetta Sommaruga ihrerseits fordert, es müsse garantiert sein, dass das Geld effizient eingesetzt wird.

Im Integrationsbereich werde schon heute viel gemacht, sagt Justizministerin Simonetta Sommaruga. Es gebe aber Möglichkeiten, mehr zu tun. Bund und Kantone hätten sich deshalb auf die neue «Integrationsagenda Schweiz» geeinigt.

Nebst ihrem Justizdepartement sind auch das Wirtschaftsdepartement und drei kantonale Regierungskonferenzen mit dabei. Bis Ende Jahr wolle man gemeinsam definieren, wie die beruflichen Potenziale von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen besser genutzt werden könnten.

Ziel sei eine Einigung zwischen Bund und Kantonen darüber, was die Ziele seien, wo man ansetzen und welche Massnahmen man ergreifen wolle. «Dann sollten wir eigentlich loslegen können», erklärt die EJPD-Chefin.

Finanzierung der Massnahmen strittig

Auch die Frage der Finanzierung werde man anschauen. Die Kantone hatten im Frühling den Bund aufgefordert, die einmalige Integrationspauschale von 6000 Franken pro Person gleich zu verdreifachen.

Sommaruga will jetzt aber zuerst einmal etwas anderes geklärt haben. In einigen Kantonen habe nach fünf Jahren die Hälfte der Flüchtlinge eine Stelle, in anderen seien es nur 15 Prozent. Vor diesem Hintergrund gelte es sicherzustellen, dass das Geld effizient eingesetzt werde.

Die Justizministerin verweist auf die Vorteile einer besseren Integration. Wenn mehr Flüchtlinge eine Stelle fänden, könnten die Kantone Geld sparen: «Wer eine Arbeit hat, braucht keine Sozialhilfe.»

Heute Montag treffen sich alle wesentlichen Akteure zur dritten nationalen Integrationskonferenz. Dort dürfte die «Integrationsagenda Schweiz» zu reden geben.

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105 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Wenn ich Kommentare lese,wie die Asylfrage & die Probleme in Afrika zu lösen sind,überkommt mich das Gefühl,dass die Somaruga-Kritiker allen Ernstes glauben,es seien hier nur Idioten am Werk.Dabei lassen genau die Kritiker erkennen,dass sie im Grunde nichts wissen & nur Phrasen dreschen.Somaruga arbeitet hart & ruhig.Man stelle sich vor was los wäre,würden wir keine Entwicklungshilfe leisten.Das ist harte Arbeit über Generationen.Dies sollte allen klar werden.Schneller Erfolg ist nicht zu haben!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber seit Jahrzehnten leisten wir Entwicklungshilfe an arme Länder. Irgendwann sollten sich dann schon Erfolge zeigen. Anhand der vielen Menschen aus diesen Ländern, welche jetzt nach Europa kommen, funktioniert Entwicklungshilfe also nicht. Jetzt zahlen wir einfach doppelt. Dort wo sie herkommen & hier nochmals. Ein Fass ohne Boden.
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    2. Antwort von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
      An ihrem Kombentar erkennt man, dass sie Afrika nicht ansatzweise versehen.
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    3. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber ich weiss, dass Afrika reich an Bodenschätzen ist & in den meisten afrikanischen Ländern korrupte Regierungen an der Macht sind. Drum sollten wir keine Entwicklungshilfe mehr an Regierungen zahlen, sondern in gute Projekte direkt bei den Menschen investieren. Und diese müssen aber auch mitmachen wollen. Oft scheitern gute Projekte eben auch an den Menschen selber. Und nur, weil sie hierher kommen, ändern sie sich nicht. Und habe Angehörige, welche schon in Afrika gearbeitet & gelebt haben.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Wenn diese "Gutmenschen" alles was sie verlangen und fordern auch aus ihrer eigenen Taschen, und nur aus deren eigenen Tasche, bezahlen und finanzieren müssten, käme rasch ein grundlegender Gesinnungswandel zustande.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
      Nun,H.Haller,sie müsste dies alles ja nicht mehr kümmern.BR Somaruga macht in diesem sehr komplexen Umfeld einen tollen Job.Lesen sie hierzu auch die Zahlen der Rückführungen, diese sind beinahe auf den Niveau ihres Blocher's!Sie hingegen torpedieren alles,was mit der Asylfrage zu tun hat.Notabene aus dem für sie billigen Thailand,wo auch sie genau so ein Migrant sind,der die niedrigen Löhne er Menschen dort zu ihren Gunsten «ausnützt».Ich bezahle dieses Geld sehr gerne,denn es geht um Menschen!
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Billiges Thailand, das ist sehr relativ und stimmt meistens nur aus der Sicht der "Farangs" in Europa. Die Lebenshaltungskosten selbst kann man sogar nicht einfach vergleichen. Fuer die Thais und deren Einkommen sind selbige eben doch auch sehr beachtlich.
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    3. Antwort von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
      H.Haller, sie weichen mir aus. Viele pensionierte CH machen sich ein fettes Leben in Thailand, lassen sich pflegen und hegen! Wedeln mit den großen Scheinen und spielen sich als die großen Macker auf! Ich kenne viele, die aus der CH geflohen sind und ihre Pension /AHV dem CH Fiskus entziehen, aber dann immer noch hier mitreden wollen oder von unseren Krankenkassen profitieren möchten. Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen und, sie wissen wovon ich spreche! Wetten?
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    4. Antwort von robert mathis (veritas)
      H.Haller und wenn sich diese "Gutmenschen"für die eigenen Leute so vehement einsetzen würden gäbe es auch weniger arme Schweizerfamilien.Aber leider wird oft nur gross geredet und dann schnell abgetaucht wenn Taten folgen sollten.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Bei diesem Vorhaben wird sich alsbald eine Ernüchterung einstellen. So einfach geht es wohl sicherlich nicht.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Die Bevölkerung in Afrika wird sich bis 2050 verdoppelt haben. Da sollte Entwicklungshilfe auch mal auch ansetzen. Nur noch 2 Kinder pro Familie. Indem wir alle hierher kommen lassen, ändern wir in den Ländern nichts. Familienplanung, gute, nachhaltige Projekte, welche die Menschen direkt begleiten & sie müssten ihre Heimat nicht verlassen. Die ganze Asylpolitik ist falsch, weil durch die Verdoppelung der Bevölkerung dann immer mehr nach Europa kommen wollen.
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    2. Antwort von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
      E.Waeden, ich widerspreche ihnen vehement! Würden sie Afrika nur ansatzweise kennen und/oder verstehen, müssten sie wissen, dass sich ein verschwindend kleiner Teil Richtung Norden bewegt!Sie verfallen der Propaganda!Da Afrika sehr arm ist sehen viele nur den Weg über die Kinder.Und, wir müssen in ihre Bildung investieren! Übrigens ist es noch nicht lange her, als in der CH 6-10 Kinder üblich waren. Wir blenden dies einfach selbstgefällig aus & meinen alles besser zu machen als andere!
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    3. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      EW, im Prinzip mit Ihnen einverstanden. Parallel zu diesen sozialen und wirtschaftlichen Komponenten muss aber ein kultureller Gesinnungswandel wachsen. Südlich der Sahara sind bislang Kinder meist auch die Altersversicherung. Hierzu eine Alternative zu bieten und das Vertrauen der Leute zu erhalten ist wohl sehr schwierig und wird viel Zeit brauchen.
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    4. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber seit Jahrzehnten leisten wir Entwicklungshilfe in diesen Ländern. Wo versandet das viele Geld, wenn sich doch nichts ändert? Und betr. Bildung wollen viele Eltern ihre Kinder trotz Aufklärung nicht in die Schule schicken, sondern sie müssen für die Eltern arbeiten. Kinderarbeit ist dort an der Tagesordnung & für die Menschen selbstverständlich. Fazit. Durch unsere Entwicklungshilfe ändern wir Mentalitäten von Menschen nicht.
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    5. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @N. D.: Stimmt, für viele sind sie auch eine Altersversicherung. Aber wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr ernähren können & sie ihnen deshalb wegsterben, ist ihnen auch nicht geholfen. Dann lieber weniger Kinder, welche eine echte Chance haben u. a. auch durch Bildung ihre Eltern im Alter dann mal unterstützen zu können. So ist es für mich persönlich eine Art von Vorrat an Kindern schaffen & unverantwortlich.
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