Freispruch und Geldstrafen Militärgericht entlastet fünf Militärkader

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Bildlegende: Die Strafen der fünf Kader fielen eher mild aus, die Worte des Richters indes waren barsch. Keystone

  • Das Militärgericht Yverdon hat fünf Armee-Kadermitglieder in den meisten Anklagepunkten entlastet.
  • Ihnen wurden Veruntreuung, Missbrauch und Verschleuderung von Armee-Material vorgeworfen.
  • Die fünf Männer hatten Schiessübungen auf Ständen der Armee organisiert.

Auch wenn die Strafen eher mild ausfielen, fand der Präsident des Militärgerichtes zwei klare Worte gegenüber den Berufsmilitärs. Betroffen war vor allem der Hauptangeklagte, der zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 200 Franken sowie einer Busse von 2000 Franken verurteilt wurde.

Nach Ansicht des Gerichtspräsidenten muss ein derartiges Chaos in der Verwaltung von Armee-Munition eine Verurteilung und nicht eine einfache Disziplinarmassnahme zur Folge haben. Im Prozess ging es um von den Beschuldigten organisierte Schiessübungen auf Ständen der Armee.

Bei den fünf Angeklagten handelt es sich um Kaderangehörige des «Lehrverbandes Infanterie». Sie mussten sich wegen Veruntreuung sowie Missbrauch und der Verschleuderung von Armee-Material verantworten. Dem Hauptangeklagten wurde zudem gewerbsmässiger Betrug vorgeworfen.