Mountainbiken boomt – die Unfallzahlen steigen

Abseits der Strasse hat sich die Zahl der Unfälle mit Mountainbikes in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Deutlich sicherer fährt es sich auf den Schweizer Strassen Velo, wie eine Suva-Statistik zeigt.

Mountainbiker auf der Abfahrt auf einem Alpsträsschen von hinten fotografiert Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer Mountainbikes fährt, lebt gefährlich: Ein Fünftel aller Velounfälle passieren abseits der Strasse. Keystone

Mountainbiken wird immer populärer, schliesslich gibt es auch immer mehr solche Velos mit Elektroantrieb. Entsprechend registriert die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva mehr Unfälle abseits der Strasse.

Prävention im Strassenverkehr wirkt

Die Zahl der Mountainbike-Unfälle hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, während die Zahl der Velounfälle im Strassenverkehr im gleichen Zeitraum stabil geblieben ist. Die Suva führt dies auf ihre Präventionskampagnen im Strassenverkehr sowie auf die steigende Zahl von Mountainbikern zurück. «Wir vermuten, dass die Zahl der Mountainbiker gleichermassen gestiegen ist wie die Unfallzahl», sagt Suva-Statistiker Peter Andermatt.

Grafik mit Bild eines Mountainbikers, mit Zahlen zur Häufigkeit von Verletzungen an verschiedenen Körperstellen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schultern und Oberarme sind beim Mountainbiken am anfälligsten für Verletzungen. Suva

Vor allem Männer gefährdet

Die jährlich rund 6000 Bike-Unfälle machten inzwischen einen Fünftel aller Fahrradunfälle aus, teilt die Suva mit. Verursacht werden die Unfälle abseits der Strasse mehrheitlich von Männern zwischen dem 30. und dem 50. Altersjahr. Die allermeisten Velounfälle sind selbstverschuldet (80 Prozent).

Bei Mountbike-Unfällen sind Schultern und Oberarme am stärksten verletzungsgefährdet. Für die Folgen dieser Unfälle zahlte die Suva im Jahr 2014 rund 230 Millionen Franken. Damit stiegen die Kosten in den letzten zehn Jahren um 43 Prozent an.