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Strengere Grenzkontrollen Nach dem Erfolg im Norden soll nun auch der Süden drankommen

Legende: Video Klärendes Gespräch über Flüchtlinge abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.06.2017.
  • Deutschland hat im Frühling strengere Grenzkontrollen gefordert, weil sie über zu viele illegale Flüchtlinge klagte, die über die Schweizer Grenze ins Land gelangten.
  • Seit dem 12. Juni gibt es an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz wieder systematische Grenzkontrollen.
  • Der grosse Kanton ist zufrieden mit der Schweizer Zusammenarbeit. Die SVP fordert nun auch an der Südgrenze zu Italien strengere Kontrollen.

«Wir haben ein gemeinsames Interesse, dass Flüchtlinge, die nach den rechtlichen Regeln in Italien bleiben müssen, auch in Italien bleiben oder schnell zurückgeschickt werden», sagt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière an einem Treffen in Berlin mit einer Schweizer Parlamentarier-Delegation zu SRF.

SVP-Präsident Albert Rösti.
Legende: SVP-Präsident Albert Rösti. Keystone

SVP-Präsident Albert Rösti möchte da gleich einen Schritt weitergehen. Er will, dass auch die Grenzen von Italien entsprechend stark kontrolliert werden müssen. «Sonst bleiben alle Asylsuchenden, die nach Deutschland wollen, letztlich in der Schweiz.»

Grenzkontrollen eigentlich nur im Ausnahmefall

Inneneuropäische Grenzkontrollen sind nur im Ausnahmefall möglich. Denn eigentlich gilt Reisefreiheit zwischen den Schengen-Raum-Mitgliedern. Mehrere Staaten hatten wegen der Flüchtlingskrise an den Binnengrenzen wieder Grenzkontrollen eingeführt.

Illegal die Grenze passiert

2016 griffen die Deutschen 7140 Flüchtlinge auf, die von der Schweiz her kamen. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres kamen nochmals 1250 Menschen hinzu. In den letzten vier Wochen reisten aber lediglich ein paar Dutzend Flüchtlinge illegal via Schweiz nach Deutschland ein.

Seit dem 12. Juni gibt es an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz wieder systematische Grenzkontrollen. Dies, um insbesondere gewaltbereite Pesronen, die zum G20-Gipfel nach Hamburg wollen, an der Einreise zu hindern. Beim Treffen im Berlin ist offen darüber diskutiert worden, diese Grenzkontrollen zu verlängern.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    An der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz finden systematische Grenzkontrollen statt. Das muss auch im Tessin streng gehandelt werden. Flüchtlinge die an die CH Grenze kommen müssen zurück nach Italien. Italien ist ein sicheres Land und das erste, dass diese Menschen betreten haben - heisst Europa. Merkel hat sie gerufen und sie kommen in Scharen. Bin gespannt wie viele diesen Sommer kommen. Es wird nie aufhören.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Schengen-Dublin kaputt. De facto aufgelöst, verraten, verkauft durch Frau Merkel und Ihre Humanitäts-Schlepper in Brüssel. Die Schweiz wurde zur Entscheidung, der einseitigen Vertragsänderung, als gleichwertiger Vertragspartner nicht hinzugezogen oder befragt. Nun scheint es, verhandeln wir Schweizer mit Deutschland nur, weil die zu präpotent.. oder weil wir zu anständig sind. Die Konsequenz, dass die Schweiz dieses Abkommen kündigt und Grenzkontrollen wieder Alltag werden, ist naheliegend.
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  • Kommentar von Johannes Ullrich (felix_hn)
    @John Johnson (Kelten), Kt. Luzern: ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was ihr Beitrag mit meiner Anmerkung zu tun hat !!!
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    1. Antwort von John Johnson (Kelten)
      @Ulrich. Meine Anmerkung zielt auf die Ursache des Problems dieses Berichtes: Wegen "wir schaffen das" von Merkel, dem grossen Kanton, kommen nun unzählige Flüchtlinge nicht nur in den grossen Kanton, sondern insbesondere in die Schweiz. Bei lhrem Kommentar ignorieren Sie aber die Thematik-Problematik dieses Berichtes, welche primär vom grossen Kanton verursacht wurde; und versuchen mit "Nonsens" abzulenken.
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