Nach Gotthard-Unfall: Bund stellt Warntafel auf

Das Bundesamt reagiert auf den schweren Unfall am Gotthard-Südportal: Eine Warntafel soll ab Freitag auf Staus auf der Autobahn hinweisen.

Zwischen zwei Lastwagen eingequetschtes Auto. Bild in Lightbox öffnen.

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Ein schwerer Unfall auf der A2 Richtung Norden bei Quinto (TI) hat am Dienstag einer vierköpfigen Familie das Leben gekostet. Das Bundesamt für Strassen (Astra) will nun die Sicherheit auf der Strecke verbessern. Ab Freitag soll ein Fahrzeug mit einer Warntafel auf dem Pannenstreifen stationiert werden, um Staus auf der Autobahn anzuzeigen.

«Vorsichtsmassnahme»

Die Situation auf der A2 sei nach dem Unfall überprüft worden, teilte das Astra in einem Communiqué mit. Die vorhandene Signalisation und auch die Sichtweiten entsprächen zwar geltenden Bestimmungen, trotzdem habe man sich in Absprache mit der Tessiner Kantonspolizei zu einer «Vorsichtsmassnahme» entschlossen.

Bis die Ursachen des Unfalls abschliessend geklärt seien, wird laut dem Astra ein Fahrzeug mit einer «Wechseltextanzeige» auf dem Pannenstreifen stationiert werden. Es soll die Verkehrsteilnehmer vor der Staulänge auf dem Autobahnabschnitt warnen.

Nicht der erste Auffahrunfall

Bei dem Unfall am Dienstagmittag war eine deutsche Familie aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Die Familie stand mit ihrem Wagen am Ende eines Staus auf der Autobahn A2 bei Quinto (TI) in Fahrtrichtung Norden, als ein 50-jähriger Lenker mit seinem Lastwagen auf das Auto auffuhr und es in einen weiteren Lastwagen vorne in der Schlange schob.

Bereits Mitte Mai starben zwei Frauen aus Israel bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Quinto in Richtung Nord. Ihr Fahrzeug wurde zwischen einem vorausfahrenden Lastwagen und einem nachfolgenden Auto mit Bootsanhänger regelrecht zerquetscht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schwerer Unfall vor dem Gotthard

    Aus Tagesschau vom 26.7.2016

    Vor dem Südportal des Gotthard-Tunnels wurde ein Personenwagen zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt. Mindestens eine Person kam ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Es kam zu kilometerlangen Staus.