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Schweiz Nationalratskandidat Köppel entzweit die SRF-Leserschaft

«Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel polarisiert mit seinen Artikeln – und sorgt auch bei den SRF-Lesern für geteilte Meinungen. Während ihn einige bereits als nächsten Bundesrat sehen, kritisieren ihn andere als «Scharfmacher».

Roger Köppel liest ein Buch
Legende: «Messerscharfer Analyst» oder «radikaler Exponent»? Die SRF-Leser sind in zwei Lager geteilt. Keystone

Roger Köppel will in den Nationalrat – und sorgt damit für eine Kommentarflut in den Online-Medien. Köppels polarisierende Art hat zur Folge, dass sich auch die SRF-Leser in zwei Lager aufteilen: jene, die seinen Eintritt in die Politik befürworten, weil er «voll und ganz für die Schweiz einsteht», «klare Ansichten» vertritt und «messerscharfe Analysen» liefert. «Die Politik braucht solche Leute und keine Schwätzer», schreibt ein Kommentator.

Für andere wiederum ist der Weltwoche-Chefredaktor ein «radikaler Exponent» und ein «Populist und Scharfmacher». Kompetent sei Köppel nur in dem Sinne, «dass er einem das Wort im Munde umdrehen und Sachverhalte nach seinem Gusto zurechtbiegen kann».

Einige Kommentatoren wünschen sich Roger Köppel gleich als zweiten SVP-Bundesrat. Andere wiederum befürchten, dass der Berner Politikbetrieb dem Zürcher in kurzer Zeit «die Hörner» stutze. Zu reden gibt auch seine mögliche Doppelrolle als Journalist und Politiker. Während einige Leser sich dazu kritisch äussern, sehen darin andere kein Problem. So findet ein Kommentator: «Solange das Blatt seine Gesinnung nicht versucht zu verschleiern, ist alles ok. Man kann die ‹Weltwoche› einordnen.»

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler, Winterthur
    Brauchen wir wirklich einen Köppel in Bern?Ist es nicht schon jetzt praktisch unmöglich, konsensorientierte Politik zu betreiben? Und, was will Köppel dort? Wird er aufstehen, seine rechtspopulistischen Phrasen in den Saal rufen & sich dabei gut fühlen? Köppel wird dieses Volk noch mehr entzweien,statt einen! Wr brachen wirklich keine «Wutpolitiker» in Bern. Wir brauchen wieder Zusammenhalt, Zusammenstehen & tragbare Lösungen. Mit der «neuen», intellektuellen SVP wird dies noch viel schwieriger!
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    1. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      N. Bächler Wieso fragen Sie sich dies.Brauchen Sie nur solche die für Sie offenbar gut genug sind und die andern sollen sich gefälligst sich anpassen.Was ist dies für eine Art von Demokratie Verständnis. Ausgerechnet solche die immer die Demokratie hoch halten wollen, stellen sich dann solche fragen.Der Ausgleich ist eine Notwendigkeit in einem Regierungssystem,an sonst kommt es zur Diktatur.Regierungen sollten sich im Meinungsaustausch üben, nicht nur in Rechthaberei,dies gilt für alle Parteien
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    2. Antwort von Niklaus Bächler, Winterthur
      In Sachen Rechthaberei steht ja die SVP ganz vorne, oder etwa nicht?
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    3. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Ein dermassen ideologisch festgefahrener und einseitig denkender (und keine andere Meinung akzeptierender!) Dauerschreiber, wie Sie, Herr Bächler, erlaubt sich, immer wieder solche herabwertenden Verunglimpfungen Andersdenkenden, ins Forum zu döggelen! Warum ist ein Kandidat, amtierender Politiker oder Mitschreiber hier, der nicht Ihre Meinung trägt, schlecht, unfähig, nicht wählbar, bis hin zum Schuldigen, wenn die Schweiz bald "untergehen" sollte ? Geben Sie uns doch endlich klare Gründe an!
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Die Weltwoche polarisiert tatsächlich in dem Sinne,dass sowohl Pro- als auch Kontradarstellungen abgedruckt sind."Rechte", "linke" und "freisinnige" Schreiber kommen mit ihren konträren Meinungen zu Worten.So kann der Leser sich selbst ein Bild zwischen den Polen machen,im Gegensatz zu anderen gleichmacherischen politisch korrekten Medien,die meistens im Gleichschritt mit der Regierung marschieren.Dass die Ww. einem staatlich alimentierten Medium nicht passt ist selbstverständlich und logisch.
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  • Kommentar von Franz Meier, Luzern
    Dieser Köppel-Hype scheint mir eher ein Sturm im journalistischen Wasserglas zu sein. Man muss wohl Journalist sein, um auf die Idee zu kommen, dass einer sich durch eine journalistische Karriere als Bundesrat empfehlen könnte. Köppel hat ein gutes Maul, ohne Zweifel. Aber wenn ich ein komplexeres Problem verstehen möchte, lese ich sicher nicht einen Köppel-Artikel. Was er kann, ist die verschnarchte nationalkonservative Ideologie der SVP etwas gegen den Strich zu bürsten.
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