Neue Wege der Polizeiausbildung

Die Ausbildung der Polizisten soll hierzulande harmonisiert und verbessert werden. Nicht zuletzt auch wegen höherer Anforderungen etwa im Bereich Terrorbekämpfung und -abwehr. Dazu soll die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verlängert werden. Auch eine Harmonisierung wird angestrebt.

Beamte vor einer Polizeistation. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das ständig veränderte Anforderungsprofil an Polizisten soll sich künftig in ihrer Ausbildung widerspiegeln. Keystone

Künftig soll die Polizeiausbildung in allen Kantonen nicht nur gleich sein, sie soll auch besser werden, sagt Pius Valier, der Direktor des Schweizerischen Polizei-Institutes in Neuenburg: «Der Polizeiberuf ist in stetem Wandel. Und er wird immer anspruchsvoller. Ich glaube kaum, dass diese Tendenz abnehmen wird.»

Zu theoretisch

Die Polizei muss rund um die Uhr präsent sein. Es gibt immer mehr Gesetze, Kriminalität findet heutzutage auch im Internet statt. All das trage dazu bei.
Vor zehn Jahren haben die kantonalen Polizeidirektoren daher die Polizeiausbildung schweizweit angeglichen. Sie dauert ein Jahr.

Nun hat eine Auswertung gezeigt, dass sie jedoch zu theoretisch ist. Nach nur einem Jahr sollten sich die Polizistinnen und Polizisten bereits in der Praxis bewähren, meint Valier: «Das heisst also sie sind eigentlich noch gar nicht fertig ausgebildet. Und genau das möchten wir besser formalisieren und auch besser steuern. Im Sinne einer einheitlicheren schweizweiten Ausbildung.»

Mehrwert ohne Mehrkosten

Ein Polizist in Zürich soll also auch in der Praxis die gleiche Ausbildung erhalten wie seine Kollegin in Thun. Das zweite Jahr der Ausbildung wird neu zum Praktikum in einem Polizei-Corps. So komme es bei der Ausbildung nicht zu Mehrkosten, ergänzt Pius Valier: «Daher glaube ich nicht, dass diese Ausbildung mehr kostet. Doch ich bin überzeugt, dass sie einen Mehrwert generieren wird.»

Nun geht es bei der Planung um die Details. Die neue zweijährige Polizeiausbildung soll wenn möglich 2018 beginnen.