Neuer Ausweis gegen Schwarzarbeit auf dem Bau

Der Schweizerische Baumeisterverband will Bauarbeiter mit einem persönlichen Ausweis ausstatten. Das Projekt wird derzeit in den Kantonen Genf und Waadt getestet. Der Ausweis bescheinigt dem Arbeiter, dass er sozialversichert ist.

Bauarbeiter (Eisenleger) verbinden Armierungseisen in einer Schalung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bauarbeiter sollen den Nachweis ihrer Sozialversicherung mit einem Ausweis belegen können. Keystone

Ein Ausweis in Kreditkartenformat soll Schwarzarbeit auf Schweizer Baustellen verhindern: Das Konzept wird in den Kantonen Waadt und Genf bereits in einer Pilotphase getestet und soll nun auf weitere Kantone ausgedehnt werden.

Dies haben die Delegierten des Schweizerischen Baumeisterverbands am Donnerstag beschlossen. Zentralpräsident Gian-Luca Lardi bestätigte der Agentur sda den Entscheid der Delegierten, über den «La Liberté» berichtet hat. Der Ausweis bescheinigt dem Arbeiter, dass er sozialversichert ist.

Das Ende der Testphase ist noch nicht festgelegt – gemäss Lardi machen die technischen und elektronischen Herausforderungen eine Prognose schwierig. Man lege aber Wert darauf, dass dieser Ausweis so schnell wie möglich in anderen Regionen eingeführt wird.

Ausweis mit QR-Code und Foto

Die Karte soll bei Arbeitskontrollen zum Einsatz kommen und auch Architekten und Bauherren nützen. Zudem können Unternehmen damit die Arbeiter von Subunternehmen überprüfen.

Der Ausweis ist mit einem Foto des Arbeiters sowie mit einem QR-Code versehen. Mit einem Scanner wird geprüft, ob der Arbeiter angemeldet ist und sein Arbeitgeber die Sozialabgaben bezahlt. Das System basiert auf Daten der Arbeitgeberverbände der Baubranche. Allein in der Romandie sollen dereinst bis zu 50'000 Bauarbeiter einen solchen Ausweis bekommen.

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