Zum Inhalt springen

Schweiz Neues Lehrjahr, neue Berufsbilder

Über 50‘000 Schulabgänger haben diese Woche ihre Lehre angefangen. Was auffällt: Es gibt Lehrstellen, die es bisher nicht gab. Etwa im Bereich der Telekommunikation. So lassen sich erstmals 25 Lehrlinge zum Netzelektriker ausbilden.

Ein junger Mann sitzt vor einem Computer, zwei Bildschirme nebeneinander, ein paar Stifte auf dem Tisch.
Legende: Für 50'000 Schulabgänger beginnt mit der Lehre der «Ernst des Lebens». Keystone

Daten- und Kommunikationsnetze erstellen, unterhalten und reparieren: Das lernt der Netzelektriker. Eine Berufslehre, die es bisher noch gar nicht gab, die es aber braucht. Denn Wirtschaft wie Privatpersonen benötigen immer leistungsfähigere Telekommunikationsnetze.

Dass neue Lehren wie diese angeboten werden, zeige, dass das Berufsbildungssystem mit seinen 230 anerkannten Berufen mit dem Wandel in der Wirtschaft mithalten könne, sagt der Ökonom und Berufsbildungsexperte Rudolf Strahm. «Es braucht jetzt auch auf der Stufe Berufslehre technisch anspruchsvollere oder stärker wissensbasierte Berufsfelder, weil immer mehr Technologien in die Wirtschaft eindringen.»

So auch im Autogewerbe: Der klassische Carosseriespengler stösst mit der zunehmenden Elektronisierung der Autos an Grenzen. Deshalb wurde die Mechatronikerlehre eingeführt, eine Kombination von Automechaniker und Autoelektroniker.

Neues Berufsreglement nötig

Trotz des rasanten Wandels in der Wirtschaft: Neue Lehren werden nicht von heute auf morgen eingeführt. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände müssen zuerst ein neues Berufsreglement erstellen. «Dieses enthält den Ausbildungsplan und sagt auch, was die Lehrabschlussprüfung beinhaltet, so dass nach der Prüfung jeder Arbeitgeber in der ganzen Schweiz weiss, was hinter diesem Beruf steht», sagt Strahm.

Zudem muss der Bund einen neuen Beruf anerkennen, damit ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis vergeben werden kann. Das stärkt die Anerkennung und schafft auch einen Markt für einen neuen Beruf.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Zimmerli, Wetzikon
    Der Schreiber kennt den Unterschied von Automechaniker und Carrosseriespengler nicht. Dann sollte die Person auch nicht darüber schreiben, solange sie sich nicht mit der Materie befasst haben......
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Müller, Zürich
    Die Lehre als Netzelektriker ist doch nicht etwas Neues!? Die AEW Energie AG bietet schon seit einigen Jahren Lehrstellen als Netzelektriker EFZ an.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von kari huber, surin
    "Der klassische Carosseriespengler stösst mit der zunehmenden Elektronisierung der Autos an Grenzen": Solchen Unsinn habe ich in den letzten Wochen von keinem Kommentatoren gelesen. Die Ansprüche an Redaktoren scheinen noch viel niedriger zu sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nemo Tenetur, Bern
      Wieso kritisieren Sie die Redaktion? Es dürfte auch Ihnen aufgefallen sein, dass sich die Redaktion das nicht selber ausgedacht hat, sondern einfach widergibt, was sie in Erfahrung bringen konnte. Kritisieren Sie lieber die Quellen, wenn Sie anderer Meinung sind. Aber vergessen Sie nicht, Ihre Kritik (sachlich) zu begründen, damit wir Dummen von Ihrer Weisheit profitieren können.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      N.Tenetur: Grundsätzlich hat K.Huber mit seiner Aussage Recht. Ein Carosseriespengler ist KEIN Automechaniker. Die heutige Automobilelektronik betrifft in erster Linie die MECHANIK (Antrieb und Fahrwerk) . Der Carosseriespengler repariert die CAROSSERIE (die Fahrzeugzelle). Ich könnte mir sehr gut vorstellen das der Redaktion dieser Unterscheidungsfehler passiert ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Nemo Tenetur, Bern
      K.D. Waldeck: Da sehen Sie: Sie haben im Grunde das Selbe gesagt wie K. Huber, nur sachlicher. Sie sprechen von Unterscheidungsfehler und er von Unsinn und tiefen Ansprüche an die Redaktoren. Sie belegen Ihre Annahme sachlich und argumentieren. Er nimmt sich das Recht heraus, Menschen zu beleidigen ohne in der Sache etwas zu sagen. Ich frage Sie: Welche Beiträge bringen der Allgemeinheit (und der Redaktion) wohl mehr? Die Frage ist rhetorischer Natur.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      es gilt halt immer noch das Sprichwort "Der Ton macht die Musik"
      Ablehnen den Kommentar ablehnen