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Schweiz Nothilfe für abgewiesene Asylbewerber geht leicht zurück

13'720 abgewiesene Asylbewerber erhielten Nothilfe in der Schweiz. 2013 nahmen sie im Schnitt während 112 Tagen Nothilfeleistungen in Anspruch.

Junge Männer in einem Zimmer aufgenommen. Fotografie mit Gegenlicht. Personen sind nicht erkennbar
Legende: Die abgewiesenen Asylbewerber, die Nothilfe beziehen, sind mehrheitlich männlich. Keystone

Im vergangenen Jahr haben in der Schweiz 13'720 abgewiesene Asylbewerber während durchschnittlich 112 Tagen Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung bezogen. Verglichen mit 2012 sank die Zahl um 570 Personen.

Erstmals seit 2008 wurde ein Rückgang dieser Zahl festgestellt. Die Bezüger stammten gemäss Angaben des Bundesamtes für Migration vor allem aus Nigeria, Tunesien, Serbien und Algerien und waren fast zu 80 Prozent männlichen Geschlechts.

Von den Asylsuchenden, die vergangenes Jahr Nothilfe erhielten, reisten 34 Prozent bis Ende Jahr kontrolliert aus. 2356 galten Ende 2013 als Langzeitbezüger.

Der Bund bezahlte den Kantonen für Nothilfekosten eine einmalige Pauschale von 6095 Franken pro Asylbewerber mit einem rechtskräftigem negativem Entscheid oder einem Nichteintretensentscheid. Dies kostete den Bund letztes Jahr 85,6 Millionen Franken.

Demgegenüber entstanden den Kantonen Nothilfekosten in der Höhe von rund 79,3 Millionen Franken. Die Differenz zwischen den Beiträgen des Bundes und den effektiven Nothilfekosten in den Kantonen flossen in die kantonalen Reserven.

Nothilfe statt Sozialhilfe

Seit 2008 erhalten nicht nur Asylbewerber mit einem Nichteintretensentscheid, sondern auch Personen mit einem rechtskräftigen negativen Asylentscheid Nothilfe statt Sozialhilfe.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    13'720 abgewiesene Asylbewerber, die Nothilfeleistungen beanspruchten; 34% oder 4665 Personen reisten bis Ende Jahr "kontrolliert" aus; d.h. 9055 befinden sich weiterhin in der Schweiz, obwohl sie kein Anspruch auf Asyl haben. Warum werden diese Wirtschaftsflüchtlinge nicht riguros ausgeschafft, vorallem jetzt wo eine wahre Lawine von Kriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak auf uns zukommt und Platz braucht? Warum haben wir eine derart unfähige Regierung?
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Da wird man sich im BA für Justiz wieder hinter dem universell einsetzbaren Argument "Völkerrecht, Menschenrecht" verstecken. Ist ja relativ einfach, da nirgends nachlesbar.
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    2. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      B.Christen:Knapp 80 Mio. wurden in dieses humanitäre Projekt gesteckt.Ist ihnen auch das noch zu viel?Und,woher wissen sie,dass dies alles Wirtschaftsflüchtlinge sind?Ihr eklatantes Unwissen & die pauschalisierenden Verunglimpfungen,sowie die vereinfachte Darstellung komplexer Sachverhalte sind wir uns hier seit jeher gewohnt.Ich appelliere an ihr Verständnis für die Verhältnismässigkeit ihrer Forderungen.Der Regierung Unfähigkeit in dieser Situation vorzuwerfen ist billiges Stammtischgeschwätz
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    3. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      P. Bürger: Das logische Denken verpflichtet einen zum Schluss zu kommen, dass abgewiesene Flüchtlinge Wirtschaftsflüchtlinge sind. Und abgewiesene Flüchtlinge haben das Land zu verlassen. Auch logisch, oder? Nebenbei: Möchten sie nicht ihren Wortschatz ein bisschen erweitern? Das "billige Stammtischgeschwätz" ist nicht mehr sehr originell.
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