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Schweiz Nur noch ein Mini-Rheinfall bei Nacht

Die Rheinkraftwerke Neuhausen AG plant am Rheinfall ein neues Kraftwerk. Bei Nacht könnte es nur noch einen Mini-Rheinfall geben, sagt Verwaltungsratspräsident Martin Steiger. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission hat bereits grünes Licht für das Projekt gegeben.

An Europas grösstem Wasserfall ist ein neues Wasserkraftwerk geplant: «Der Rheinfall ist ein einmalig attraktiver Standort für ein Wasserkraftwerk», so Martin Steiger, Verwaltungsratspräsident der Rheinkraftwerke Neuhausen AG gegenüber «10vor10». Er wolle den Rheinfall aber auf «keinen Fall trockenlegen», so Steiger. Die entnommene Wassermenge dürfe den touristischen Wert nicht zu stark schmälern.

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«Jeder Eingriff in ein Weltspektakel ist heikel.» Jürg Schmid, Schweiz Tourismus
03:32 min, aus SRF 4 News aktuell vom 08.04.2013.
abspielen. Laufzeit 03:32 Minuten.

«Wir können uns auch vorstellen, bei Nacht mehr Strom zu produzieren», so Steiger. Dies könne aber einen Mini-Rheinfall bei Nacht zur Folge haben, wie er einräumt. «Bei Nacht  gibt es aber auch kaum Touristen am Rheinfall.» 

Aqua Viva – Rheinaubund ist empört über die Ausbaupläne

Stefan Kunz von der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva-Rheinaubund ist empört über die Pläne: «Für uns ist der Rheinfall absolut unantastbar, es handelt sich um ein einmaliges Naturdenkmal», so Kunz. «Wir müssen uns wirklich fragen, ob wir den Rheinfall für die Stromproduktion opfern wollen.» Den  grössten Wasserfall Europas anzuzapfen sei ein «absoluter Tabubruch», so der Gewässerschützer.

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Naturschutzkommission ist nicht grundsätzlich gegen ein Kraftwerk (Präsident Herbert Bühl)
05:04 min, aus SRF 4 News aktuell vom 10.04.2013.
abspielen. Laufzeit 05:04 Minuten.

Ein Fünftel weniger Wasser für Europas grössten Wasserfall

Eine wichtige Weichenstellung hat das Projekt aber bereits genommen. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) gab grünes Licht für eine gewisse Mehrnutzung des Rheinfalls.

Sie schreibt zum Projekt: «Die Kommission geht davon aus, dass eine vertretbare gesamthafte Entnahmemenge von  20 Prozent des Mittelwasserabflusses nicht übersteigen sollte, damit der Erlebniswert nicht geschmälert wird.»

Video
Rheinfall anzapfen
Aus 10 vor 10 vom 09.04.2013.
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25 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser , Augsburg
    Liegt nicht doch der bisherige und der steigende Energieverbrauch grossenteils ursächlich an der Überbevölkerung und der Einwanderungspolitik? Hier sollte angesetzt werden, nicht am Rheinfall. Oder war die Einwanderung schlichtweg ein Reinfall?
  • Kommentar von jc.heusser , erstfeld
    Was ist ökologisch sinnvoller als Wasserkraft zu nutzen . . . und wenn der Natur- und Heimatschutz schon "einmal nichts eizuwenden hat", sollte man diese Chance nutzen ! Man kann eben bei der "gewünschten Energiewende" nicht den "Fünfer und das Weggli" haben . . . . !
    1. Antwort von Rolf Fischer , Egerkingen
      Die andere Option wäre nachts all die unnötigen Beleuchtungen in den Industriezonen und bei Schaufenstern abzuschalten. Auch nachts, aber viel effizienter.
  • Kommentar von C.E.C.Yeager , Schweiz
    Jetzt beruhigt euch doch mal. Lasst den noch-ein-eingriff-schack sacken, und denkt nach. Ist doch ne tolle sache. Das schlafraubenden rauschen fällt weg, und tagsüber sind die Turis auch glücklich.