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Umstrittene Leihvelos in Schweizer Städten
Aus Tagesschau vom 12.08.2017.
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Neue, auffällige Mietvelos O-Bikes überrollen Zürich und Luzern – Bern blockt ab

  • Bereits ab nächster Woche wird O-Bike mit seinen Mietvelos auch in Luzern präsent sein.
  • In Zürich sorgte der Veloverleih Anfang Sommer für Chaos auf den Veloparkplätzen.
  • Bern will von den O-Bike-Betreibern Gebühren verlangen.

So funktioniert O-Bike

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Eine App dient als Schlüssel. Um ein O-Bike zu entsperren, muss der QR-Code auf dem Velo gescannt werden. Danach kann das O-Bike benutzt werden und auf einem beliebigen Veloparkplatz wieder abgestellt werden. In Zürich sind 900 O-Bikes im Einsatz. Preis: 1,50 Franken pro halbe Stunde. Vor erster Reservation: Kaution von 130 Franken.

Zuerst in Zürich, in den kommenden Tagen in Luzern und vielleicht auch in Bern: O-Bike, ein Veloverleiher aus Singapur, will den Schweizer Velomietmarkt erobern. Das besondere an O-Bike ist, dass man diese Velos nach getaner Fahrt überall hinstellen kann. Einzige Voraussetzung: Es muss ein offizieller Veloparkplatz der Stadt sein. Die O-Bikes sind nicht an eine Station gebunden, wie bei herkömmlichen Velovermietern.

Doch genau das führt mitunter dazu, dass diese Fahrräder wild parkiert werden, wie erste Erfahrungen in Zürich gezeigt haben. Damit es in Luzern von Beginn weg reibungslos läuft, werden Mitarbeiter von O-Bike eingesetzt, wie der städtische Velobeauftragte von Luzern, Martin Uhrwiler gegenüber SRF sagt: «Die Anbieter haben uns versprochen, dass sie schauen würden. Sie haben einen Dienst, der die Velos verteilen und unterhalten wird. Auch falsch parkierte Velos werden innert nützlicher Frist wieder richtig hinstellt.»

Verbieten könne man O-Bike nicht, sagt der Luzernische Velobeauftragte, denn man brauche keine Bewilligung um Velos im öffentlichen Raum abzustellen, auch wenn man damit Geld verdiene.

Bern bleibt abwartend

Anderer Meinung ist man in der Stadt Bern. Denn auch dorthin will O-Bike expandieren. Man sei bereits in Kontakt mit dem Verleiher aus Singapur und gehe davon aus, dass O-Bike bewilligungspflichtig sei.

Wir gehen nach ersten Einschätzungen davon aus, dass ein kommerzieller Betrieb eines Veloverleih-Systems bewilligungspflichtig ist.
Autor: Stefan SchwarzGeneralsekretär der Berner Tiefbaudirektion

Voraussichtlich ab nächstem Frühling wird auch der Schweizer Velovermieter Publibike in Bern einen Veloverleih mit rund 200 Stationen anbieten. Ob es dann auch noch Platz für die asiatische Konkurrenz habe, das müsse man nun eingehend prüfen, heisst es bei der Berner Tiefbaudirektion.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von A. Zuckermann  (azu)
    Mehr Velos, weniger Autos!
    1. Antwort von Alfons Bauer  (frustriert)
      Mehr rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer, egal welches Gefährt!
  • Kommentar von Hanspeter Müller  (HPMüller)
    In Luzern gibt es schon die Nextbike.Für Einwohner der Gemeinden Luzern,Sursee,Horw,Stans, Stansstad und Hergiswil ist das Angebot gratis in den ersten 4 Stunden, andere Gemeinden wollen nachziehen.Die Fahrräder werden regelmässig kontrolliert und gewartet im Auftrag der Caritas im Rahmen eines sozialen Projekts.Es gibt fixe Standorte,aber so viele,dass es wirklich nicht notwendig ist davon abzuweichen.Nebst dem Verkehrschaos durch die Touristen braucht es nicht auch noch eines mit Fahrrädern
  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    "... und gehe davon aus, dass O-Bike bewilligungspflichtig sei." Wie wird denn die Bewilligungspflicht begründet? Oder ist das eine typische Berner Beamtenidee?
    1. Antwort von Stephan Indermühle  (Stephan Indermühle)
      Die Benutzung des Öffentlichen Grunds zu Gewerbezwecken ist grundsätzlich bewilligungspflichtig. Wäre es auch in Zürich und in Luzern. Jedes Restaurant, jede Veranstaltung und jede Standaktion benötigt eine. Begründet ist dies damit, dass der Steuerzahler für die Erstellung des ÖG aufgekommen ist und auch die Instandhaltung und -setzung bezahlt. Wer Gewinn aus der Nutzung des ÖG erzielt, darf gerne einen Teil des Gewinns "spenden"